Ölpreise: Tendenz bleibt weich

20. Juli 2015

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Obwohl sich die weiche Tendenz der Ölpreise auch zum Wochenende durchsetzte, rechnen wir zum Wochenbeginn vorerst mit einem weitgehend stabilen Niveau der Heizölpreise. Grund ist der schwächelnde Eurokurs. Dieser fiel gegenüber dem Dollar auf den tiefsten Stand seit Ende Mai.

Ölpreisentwicklung

Die weiche Tendenz der Ölpreise setzt sich auch zum Beginn dieser Woche fort. Vor allem die die akute Überversorgung drückt auf das Preisniveau. Zusätzliche Mengen auf dem Markt, zum Beispiel aus dem Iran,  könnten diese potenziell noch erhöhen.  

Aktuell sehen die meisten Analysten keine Anzeichen für eine Trendwende bei der Ölpreisentwicklung. Der Preis für die europäische Referenzsorte Brent liegt aktuell bei 56,76 US-Dollar pro Barrel und die ICE Gasoil Notierung bei ca. 510 US-Dollar pro Tonne.

Die Ölpreise liegen damit weiter auf den tiefsten Ständen seit drei Monaten. Insbesondere die für den Heizölpreis entscheidende Produktnotierung ICE Gasoil hat in den letzten Wochen enorm nachgegeben. Leider verhindert der schwächelnde Euro, dass sich diese Preisvorteile direkt im Heizölpreis widerspiegeln. Rohöl und Ölprodukte werden grundsätzlich in US-Dollar gehandelt. Verliert der Euro im Vergleich zum Dollar an Wert, verteuert dies die Importe.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs liegt aktuell bei etwas über 1,08 US-Dollar und damit auf dem tiefsten Stand seit Ende Mai. Vor gut einem Monat war ein Euro noch 1,13 US-Dollar wert. Analysten sprechen in erster Linie von einer Dollarstärke und weniger von einer Schwäche des Euro.

Der US-Dollar profitiert von der Aussicht auf eine baldige Zinsanhebungen durch die amerikanische Notenbank Fed. Notenbankchefin Janet Yellen hat in der vergangenen Woche bestätigt, dass die Fed auf die erste Zinsanhebung nach der Finanzkrise zusteuert. Absehbar höhere Zinsen lassen eine Währung in den Augen von Anlegern attraktiver erscheinen.

Heizölpreisentwicklung

Die Heizölpreisentwicklung bleibt positiv. Der Preis für eine 3.000 Liter Standard-Heizöllieferung liegt im bundesweiten Durchschnitt bei ca. 60 Cent pro Liter. Im Moment spricht wenig für steigende Heizölpreise.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf- und Ab der Ölpreise in den vergangenen Wochen zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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