Heizöl unverändert günstig

21. September 2015

Heizoelpreis gefallen 21-09-2015

Heizöl bleibt zum Start dieser Woche unverändert günstig. Mit durchschnittlich 55 Cent pro Liter liegt der aktuelle Heizölpreis über 20 Cent unter dem vor einem Jahr und nur 3 Cent über dem Langzeittiefststand.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise schwankten am Freitag, da von der Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank Fed unterschiedliche Signale ausgingen, die am Markt erst eingeordnet werden mussten. Der europäische Ölpreis-Index Brent liegt aktuell etwas über 48 US-Dollar pro Barrel. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil Notierung liegt bei ca. 463 US-Dollar pro Tonne.

Die Entscheidung der Fed das Zinsniveau in den USA unverändert niedrig zu lassen, führte am Freitag zu gegensätzlichen Entwicklungen beim Ölpreis. Zunächst stiegen die Preise, da der schwächelnde Dollarkurs das in US-Dollar gehandelte Öl für Investoren außerhalb der USA verbilligte und damit Kaufinteresse erzeugte.

Im weiteren Handelsverlauf rückten jedoch die preisdrückenden Aspekte der Beibehaltung der US Niedrigzinspolitik in den Fokus der Händler. Letztendlich waren es wirtschaftliche Probleme, die die Fed zu ihrer Entscheidung veranlasst haben. Diese könnten auch dazu führen, dass die Ölnachfrage langsamer ansteigt, als bisher prognostiziert. Die Überversorgung am Ölmarkt bliebe in der Folge länger bestehen.

Am Freitag wurde zudem die aktuelle Anzahl aktiver US Ölbohranlagen veröffentlicht. Die Anzahl ist zum dritten Mal in Folge gesunken. Fraglich bleibt, inwiefern dies Aussagen zur künftigen Rohölförderung in den USA zulässt.

Jede Woche werden Anlagen in Betrieb genommen und abgeschaltet. In der Regel werden ineffiziente Förderungen eingestellt und rentable Projekte an den Start gebracht. Insofern könnte man sogar davon ausgehen, dass zumindest mittelfristig mit einer geringeren Anzahl an aktiven Anlagen, mehr Öl gefördert wird.

Für die Ölpreisentwicklung einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Dienstag, 22.09.2015

  • Vorab-Schätzung US-Ölbestandsdaten durch American Petroleum Institute (API)

Mittwoch, 23.09.2015

  • Ansprache des EZB Präsidenten Mario Draghi
  • US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE)

Freitag, 25.09.2015

  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)
  • BIP USA

*Termine ohne Gewähr

Momentan entscheidende Aspekte für die Ölpreisentwicklung sind die verschobene Zinswende in den USA, die anstehende Entscheidung über die Aufhebung des US Rohölexportverbots, der Verdrängungskampf der OPEC, das kommende iranische Öl und der Rückgang der Rohölförderung außerhalb der OPEC.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro hat vor dem Wochenende an Wert verloren. Aktuell festigt sich der Eurokurs aber wieder und liegt momentan bei 1,1323 US-Dollar.

Nachdem die amerikanische Notenbank Fed am Donnerstagabend beschlossen hat den Leitzins nicht zu erhöhen, verzeichnete der US-Dollar massive Verluste. Der Euro stieg am Freitag bis auf 1,1460 Dollar, den höchsten Stand seit Ende August. Durch Gewinnmitnahmen sank der Eurokurs dann aber wieder unter 1,13 US-Dollar.

Ob es mittelfristig zu weiteren Gewinnen beim Euro kommt, darf bezweifelt werden. Analysten verweisen darauf, dass die Zinswende in den USA lediglich verschoben wurde. Die Währungshüter der Notenbank machten zeitgleich klar, dass es ein klares Ziel bleibe, den Leitzins noch in diesem Jahr zu erhöhen. Nun wird spekuliert, ob es bereits Ende Oktober oder spätestens Mitte Dezember dazu kommen wird.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt etwas über 55 Cent pro Liter. Angesichts nachgebender Ölpreise und einem relativ stabilen Eurokurs rechnen wir damit, dass der Heizölpreis unter die 55 Cent Marke fallen könnte. Zumindest spricht momentan wenig für eine gegensätzliche Entwicklung. Das kann sich aber erfahrungsgemäß sehr schnell ändern.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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