Heizöl Preisanstieg durch Euroverluste

Heizoelpreis gestiegen 22-09-2015

Der Euro hat in den letzten Tagen zwei Cent gegenüber dem Dollar eingebüßt. Bei weitgehend konstanten Ölpreisen der hauptsächlich Grund für den heutigen Preisanstieg beim Heizöl.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise stabilisieren sich auf ihrem vergleichsweise niedrigen Niveau. Der europäische Ölpreis-Index Brent notiert aktuell bei  48,44 US-Dollar pro Barrel. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil Notierung liegt bei ca. 463,75 US-Dollar pro Tonne.

Das Spannungsumfeld zwischen einer langfristig prognostizieren sinkenden Ölförderung außerhalb der OPEC und der aktuellen Überversorgung am Ölmarkt wirkt momentan gegensätzlich auf die Ölpreisentwicklung.

Die Daten zur Anzahl der aktiven Ölförderanlangen und deren Ausstoß deuten langfristig darauf hin, dass die US Ölförderung fallen könnte. Laut Analysten soll die Produktion vor allem durch Investitionskürzungen weiter abnehmen und innerhalb eines Jahres einen Tiefststand erreichen. Danach geht man von steigenden Fördermengen aus, begründet durch das steigende Ölpreisniveau.

Der erwartete Rückgang liegt allerdings nur bei etwa einer Million Barrel pro Tag – eine Menge die zum Beispiel durch die Rückkehr iranischer Öllieferungen mühelos ausgeglichen werden könnte.  

Die momentane Überversorgung bleibt dagegen ein Faktor, der die Ölpreise weiter belasten könnte. Daher schaut man am Markt genau auf die Entwicklung der amerikanischen Ölbestände. Die Vorabschätzung durch das API (American Petroleum Institute) wird heute Abend veröffentlicht, die offiziellen Daten durch das DOE (Department of Energy) folgen morgen Nachmittag.  

Generelle entscheidende Aspekte für die Ölpreisentwicklung sind die anstehende Entscheidung über die Aufhebung des US Rohölexportverbots, der Verdrängungskampf der OPEC, das kommende iranische Öl und der Rückgang der Rohölförderung außerhalb der OPEC.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro seit dem Wochenende an zwei Cent an Wert verloren. Der Eurokurs liegt aktuell bei 1,1165 US-Dollar.

Die Euroschwäche wird in erster Linie mit  Äußerungen aus den Reihen der US-Notenbank Fed begründet. Diese lassen auf eine Zinsanhebung noch in diesem Jahr schließen.

Zusätzlich belasten Signale ranghoher Vertreter der EZB den Eurokurs, die eine Ausweitung der lockeren Geldpolitik befürworten. Die EZB scheint sich damit im Vergleich zur amerikanischen Notenbank in die entgegengesetzte Richtung zu bewegen.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt circa 57 Cent pro Liter. Da der Eurokurs momentan schwächelt und es nicht danach aussieht, dass sich dieser kurzfristig wieder erholt, gehen wir derzeit nicht davon aus, dass der Heizölpreis signifikant sinken wird.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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