Erneut geringer Preisanstieg beim Heizöl

23. September 2015

Heizoelpreis gestiegen 23-09-2015

Die Ölpreise werden durch die Prognose abnehmender Ölbestände in den USA gestützt, während der Euro durch Vermutungen über eine weitere Lockerung der Geldpolitik unter Druck geraten ist. Es sind also in erster Linie spekulative Faktoren, welche die Heizölpreise aktuell steigen lassen.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise sind geringfügig gestiegen. Der europäische Ölpreis-Index Brent notiert aktuell bei  48,77 US-Dollar pro Barrel. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil Notierung liegt bei  467,50 US-Dollar pro Tonne.

Fundamental spricht gibt es weiterhin kaum Gründe, die steigende Ölpreise rechtfertigen würden. Für den leichten Anstieg verantwortlich waren zum einen die Prognose von Bestandsabbauten beim Rohöl in den USA durch das API (American Petroleum Institute) und die Meldung von der Abschaltung zweier Produktpipelines, die den nachfragstarken Osten der USA mit Benzin und Heizöl versorgen.

Bei der Entwicklung der amerikanischen Ölbestände bleiben die offiziellen Daten des DOE (Department of Engery) abzuwarten. Ungewöhnlich wäre ein Bestandsrückgang schon, da die Bestände zu dieser Jahreszeit normalerweise ansteigen. Raffinerien werden turnusmäßigen Wartungsarbeiten unterzogen, wodurch die Rohölbestände steigen und die Produktbestände sinken. Die aktuelle Prognose des API zeigt ein gegenteiliges Bild. Ob die Erklärung in einem Rückgang der Förderung, der Importe, einer gestiegenen Nachfrage oder aber in steigenden Produktbeständen liegt, ist der Vorabschätzung nicht zu entnehmen.

Die Abschaltung der Produktpipelines wäre auch in erster Linie ein amerikanisches Problem. Noch sind Ursache und Dauer unbekannt, jedoch könnte die fehlende inländische Produktversorgung dazu führen, dass die Nachfrage nach Importen zunimmt. Das stützt wiederum die Preise an der europäischen Warenterminbörse ICE.

Generelle entscheidende Aspekte für die Ölpreisentwicklung sind die anstehende Entscheidung über die Aufhebung des US Rohölexportverbots, der Verdrängungskampf der OPEC, das kommende iranische Öl und der Rückgang der Rohölförderung außerhalb der OPEC.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro steht weiterhin unter Druck. Aktuell ist ein Euro nur noch etwas über 1,11 US-Dollar wert.

Für die aktuelle Euroschwäche führen Finanzmarktexperten verschiedene Gründe an. Konjunkturelle Sorgen in den Schwellenländern könnten auch die europäische Wirtschaft treffen. Die Probleme bei Volkswagen, dem größten europäischen Automobilhersteller, könnten auf die gesamte Branchen ausstrahlen und belasten jetzt schon die Aktienmärkte.

Zudem mehren sich Anzeichen, dass die europäische Zentralbank ihre Geldpolitik weiter lockern könnte, indem die Anleihenkäufe zur Konjunkturstützung ausgeweitet werden.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt circa 56,66 Euro pro 100 Liter. Da weder vom Eurokurs noch von der Ölpreisentwicklung positive Signale ausgehen, sollte eher mit steigenden Heizölpreisen gerechnet werden.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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