Heizölpreise Entwicklung und Tendenz Monat Februar

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Im Februar nahmen Spekulationen um eine mögliche Produktionskürzung der OPEC-Mitglieder und Russland starken Einfluss auf den Ölpreis. Waren es zu Beginn des Monats nur Gerüchte, konkretisierte es sich im Laufe des Monats hin zu dem Vorschlag, die Fördermenge auf das Niveau vom Januar zu fixieren. Insgesamt konnte der Heizölpreis dadurch im Monatsverlauf deutlich zulegen.

Heizölpreise Entwicklung

Auch im Februar unterlag die Heizölpreis-Entwicklung starken Schwankungen. Gegen Mitte des Monats erreichte der Heizölpreis mit etwa 38 Cent pro Liter Heizöl seinen tiefsten Stand. Seitdem geht es jedoch tendenziell bergauf. Zum Monatsende stieg der Heizölpreis auf bis zu 43 Cent pro Liter an.

Der Heizölpreis folgt damit der Ölpreisentwicklung. Der europäische Ölpreis-Index Brent fiel zeitweise bis in den Bereich von 30 US-Dollar pro Barrel. Bis zum Monatsende folgte dann ein Anstieg um 20 Prozent. Getrieben wurde der Ölpreis-Anstieg in erster Linie durch die Erwartung einer künftigen Einschränkung der Fördermengen.

Der Monat begann mit Spekulationen um ein Sondermeeting der OPEC mit Russland. Es deutete sich an, dass es dabei um mögliche Kürzungen der Fördermengen gehen würde. Da Saudi-Arabien zunächst jedoch kein offizielles Statement abgab, schwand die Wahrscheinlichkeit. Infolgedessen gaben die Ölpreise bis zur Monatsmitte deutlich nach.

Dann konkretisierten sich die Spekulationen. So schlug Venezuela eine konkrete Drosselung der Fördermenge vor. In einem Sondermeeting einigten sich große Ölproduzenten wie Saudi-Arabien und Russland auf die Fixierung der Mengen auf das Niveau vom Januar. Bedingung sei es, dass alle OPEC Mitglieder daran teilnehmen.

Zum Ende des Monats wurde dann allerdings deutlich, dass der Iran dem Abkommen so nicht zustimmen wird. Erst im Januar wurden Sanktionen gegen das Land aufgehoben, die den Ölexport fast zum Erliegen gebracht hatten. Die Drosselung der Produktion auf das Niveau zu dem Zeitpunkt würde für den Iran bedeuten, freiwillig auf seine verlorenen Marktanteile zu verzichten. Dementsprechend sorgte die Absage des Irans nicht für allzu große Verwunderung.

Zudem merkten im Laufe der Zeit mehr und mehr Analysten an, dass die Fixierung der Mengen auf das Januar-Niveau keine geeignete Maßnahme zur Reduzierung der Überversorgung sei. Zum einen würde man die Mengen auf einem sehr hohen Level fixieren.  Denn sowohl Saudi-Arabien als auch Russland produzierten im Januar nahe der Rekordmarke. Eine Fixierung auf so hohem Level würde weiterhin zu einer täglichen Überproduktion führen.

Zum anderen würde ein steigender Ölpreis Anlagen, die aktuell zu teuer sind, wieder rentabel machen, was zu einem erneuten Anstieg der Fördermengen führen könnte.

Ein weiterer starker Einflussfaktor waren die US-Ölbestände. Woche für Woche meldete das Departement of Energy (DOE) Bestandsaufbauten beim Rohöl. Die Läger hätten die Kapazitätsgrenzen fast erreicht.

Dies drückte den Ölpreis im Monatsverlauf mehrmals, konnte sich aber gegenüber den Spekulationen um künftige Maßnahmen der Produzenten nicht durchsetzen. Zurzeit reagiert der Markt sehr sensibel auf Andeutungen möglicher Produktionskürzungen, da dies als erster Schritt zu einer koordinierten Reduzierung des Angebotes gesehen wird.

Heizölpreise Tendenz

Nachdem der Heizölpreis Mitte des Monats weit unter die Marke von 40 Cent pro Liter Heizöl fiel, konnten sich die Preise im restlichen Monatsverlauf fangen. Die Tendenz zeigt momentan eher aufwärts. Seit mehr als zwei Wochen hält sich der Preis für Heizöl nun über der Marke von 40 Cent pro Liter Heizöl.

Dabei war in den letzten beiden Wochen zu beobachten, dass die Preise bis zur Wochenmitte nachgaben, in der zweiten Wochenhälfte aber nachhaltig anstiegen. Dadurch hat sich der Preis für Heizöl um etwa fünf Cent pro Liter von den Tiefständen des letzten Monats entfernt.

Für weitere Entwicklung der Heizölpreise bleibt abzuwarten, ob sich große Ölproduzenten wie OPEC und Russland auf weitere bzw. andere Maßnahmen zur Regulierung des Angebotes einigen können. Für Mitte März ist ein weiteres Sondermeeting angekündigt.

Grundsätzlich reagiert der Markt sehr sensibel auf Meldungen zu möglichen Produktionskürzungen. Denn es verbreitet sich verstärkt die Meinung, dass ein Eingreifen in Form einer Produktionskürzung benötigt wird, um den Weg zu einem ausgeglichenen Markt zu finden.

Zudem befürchten viele Marktteilnehmer einen massiven Preissturz, sollten die Aufbauten bei den Ölbestände nicht gestoppt werden. Denn dann würde den Produzenten nichts anderes übrig bleiben, als ihr Öl mit starken Rabatten zu verkaufen, um die Mengen überhaupt noch vermarkten zu können.

Angesichts der Euroschwäche und der wohl anhaltenden Unsicherheit in Bezug auf ein Einschränken der Ölförderung, rechnen wir momentan eher nicht mit signifikant sinkenden Heizölpreisen. Die hohen Ölbestände und das Fehlen von Lagerkapazitäten diesseits und jenseits des Atlantiks haben aber das Potenzial, einen erneuten Preisverfall einzuleiten.

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