Heizölpreise Entwicklung und Tendenz Monat Januar

12. Februar 2016

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In Januar erreichte der Heizölpreis den tiefsten Stand seit 12 Jahren. So lag der Preis zeitweise bei 37 Cent pro Liter Heizöl und damit über 15 Cent unter dem Vorjahrespreis. Ursachen waren unter anderem der Börsencrash in China, das zurückkehrende iranische Öl und steigende US Ölbestände.

Heizölpreise Entwicklung

Gleich zu Beginn des Jahres kam es in China zu einem Börsencrash an den dortigen Aktienmärkten. Mit den daraufhin weltweit fallenden Aktienmärkten ging auch der Ölpreis auf Talfahrt, durchbrach die 30 Dollar Marke und erreichte zeitweise sogar sein 12-Jahrestief.

China trug in den letzten Jahren maßgeblich zum Ölnachfragewachstum bei. Da die Kurseinbrüche auf eine schwächelnde chinesische Wirtschaft hindeuten, ginge dies mit einer geringer wachsenden Ölnachfrage einher. Im Hinblick auf das ohnehin bestehende Überangebot, drückte dies den Ölpreis massiv.

Dem hinzu kam ab Mitte Januar die Aufhebung der  Sanktionen gegen den Iran, welche den Export des iranischen Öls seit einigen Jahren extrem erschwerten oder ganz verhinderten.

Jedoch förderte man dort weiterhin Öl, welches in Tanks gelagert wurde. Entsprechend waren im  Iran bei der Aufhebung der Sanktionen immense Ölmengen vorhanden, die dann auf den sowieso schon überversorgten Markt trafen und den Ölpreis weiter drückten.

Auf der anderen Seite meldete man aus den USA, dass die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen weiterhin rückläufig ist. Einige Unternehmen konnten dem Druck durch den Ölpreisverfall nicht mehr standhalten und meldeten Konkurs an. Weitere US Ölfirmen kündigten Kürzungen ihrer für 2016 geplanten Investitionen an.

Dem gegenüber stand jedoch eine gestiegene US Fördermenge. Denn während die einen dem Druck nicht standhalten konnten,  haben andere aufgrund der Belastung mit Hochdruck an günstigeren und effektiveren Fördermethoden im Bereich der Schieferölproduktion gearbeitet.

Auch deshalb erreichten  die US Ölbestände neue Rekordhöhen und stoßen mittlerweile an die Kapazitätsgrenzen. Gleichzeitig wurde ein Nachfragerückgang in den USA verzeichnet. Damit blieb die Überversorgung der Welt mit Öl weiterhin ein vorherrschendes Thema.

Zum Ende des Monats verdichteten sich dann Spekulationen zu einem möglichen Sondermeeting der OPEC mit einigen Nicht-OPEC Produzenten wie Russland. Der Fokus soll dabei auf einer koordinierten Produktionskürzung liegen. Innerhalb der OPEC gewann ein vorzeitiges Treffen immer mehr Zustimmung. Auch Russland unterstützte dies. Jedoch ließ man in Saudi-Arabien verlauten, dass eine Kürzung nur möglich wäre, wenn alle sich daran beteiligen würden.  Damit spielte man unteranderem auf den Iran an, der für sich selbst vorerst keine Kürzungen vornehmen möchte.

Dementsprechend schwankten die Wahrscheinlichkeit für ein Sondertreffen der Ölnationen und damit auch der Ölpreis. Am Monatsende konnte der Ölpreis damit etwas gestärkter in den Februar starten.

Heizölpreise Tendenz

Nachdem der Heizölpreis Mitte Januar tief gefallen war, konnte er sich zum Monatsende wieder etwas steigern. Doch inwiefern sich der Ölpreis in der nächsten Zeit halten kann, ist zum aktuellen Zeitpunkt nur schwer einschätzbar. Eine klare Richtung lässt sich nicht erkennen.

Die Spekulationen um ein Sondermeeting der OPEC unteranderem mit Russland könnte im kommenden Monat weiter für starke Preisschwankungen sorgen. Sollte man sich tatsächlich auf eine koordinierte Reduzierung des bestehenden Ölangebots einigen, könnte es zu einem nachhaltigen Ölpreisanstieg kommen.

Doch die Chancen darauf schätzten Analysten zum  jetzigen Zeitpunkt nicht all zu groß ein. Saudi-Arabien ließ  bereits verlauten, dass man dort nur zu Kürzungen bereit wäre, wenn alle die Fördermengen reduzieren. Auf der anderen Seite wäre der Iran zwar zu Gesprächen bereit, die eigene Förderung soll allerdings nicht gekürzt werden, bevor die Produktion nicht wieder vollends hochgefahren ist.

Es bleibt nun abzuwarten, inwiefern sich die Spekulationen konkretisieren. Wir erwarten daher in der nächsten Zeit  ähnliche Schwankungen beim Heizölpreis wie zuletzt.

Die Heizöl-Nachfrage bleibt anhaltend hoch. Dementsprechend sind sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher regional nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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