Heizölpreise Entwicklung und Tendenz KW 37

14. September 2015

Heizoelpreis gefallen KW37-15

Fallende Ölpreise und ein steigender Eurokurs führten in der vergangenen Woche zu einem Preisrückgang beim Heizöl. Der Euro profitierte insbesondere von der wachsenden Unsicherheit in Bezug auf die anstehende Zinsentscheidung in den USA. Die Ölpreise schwankten im Wochenverlauf, wobei sich zum Wochenende eine weichere Tendenz durchsetzte.

Heizölpreis Entwicklung

Die Heizölpreisentwicklung tendiert wieder abwärts. Im Verlauf der letzten Woche ist der Preis für eine 3.000 Liter Standardlieferung im bundesweiten Durchschnitt um über einen Cent pro Liter gefallen.

Am Anfang der letzten Woche wurden die Ölpreise durch die Veröffentlichung der chinesischen Handelsbilanz belastet. Die Exporte sind im August im Vergleich zum Vorjahr zwar deutlich gefallen, jedoch fiel das Minus etwas geringer aus als erwartet. Die Importe dagegen gingen wesentlich drastischer zurück als erwartet. Erneut wachsende Sorgen um die Konjunktur in China erhöhen den Druck auf die Ölpreise, denn eine schwächelnde chinesische Wirtschaft würde die Ölnachfrage dämpfen.

Die Energy Information Administration (Amt für Energiestatistik innerhalb des US-amerikanischen Energieministeriums) veröffentlichte zur Wochenmitte ihren aktuellen Monatsbericht, der die Ölpreise zusätzlich unter Druck setzte. Die EIA geht demnach von einer überversorgten Marktlage aus, die auch im kommenden Jahr Bestand haben soll. Es wird prognostiziert, dass die Überproduktion zwar abnehmen, letztlich aber bestehen bleiben wird.

Die Lagerbestände in den USA steigen weiter an. Bei einer gesunkenen Raffinerieauslastung haben die Rohölbestände in den USA ebenso zugenommen wie die Produktbestände. Die Bestandsaufbauten bei Benzin und Destillaten sprechen im Hinblick auf die gesunkene Raffinerieauslastung für einen Nachfragerückgang. Grund für eine sinkende Nachfrage könnte das Ende der Sommersaison sein, weil dann in der Regel die Reiseaktivität abnimmt und auch der saisonale Berufsverkehr zurückgeht.

Einen preissteigernden Impuls stellte die gesunkene Rohölförderung in den USA dar. Diese war in der Berichtswoche um etwa 80.000 Barrel pro Tag zurückgegangen.

Der Euro befindet sich nach seinen jüngsten Kursschwankungen wieder im Aufwärtstrend. Das schwächere Wirtschaftswachstum in China und die Aktienmarktturbulenzen könnten auch den Aufschwung in den USA gefährden, was wiederum den Dollar belastet und den Euro stärkt. Eine Leitzinsanhebung im September durch die US-Notenbank (Fed) werde so weniger wahrscheinlich, begründen Händler die Dollar-Verluste.

Heizölpreise Prognose

Im Moment spricht vieles dafür, dass Heizöl günstig bleibt. Sollte sich der Euro gegenüber dem Dollar stabil zeigen, könnten die Heizölpreise im Verlauf der kommenden Woche noch etwas nachgeben. Durch die akute Überversorgung am Ölmarkt, rechnen wir kurzfristig nicht mit steigenden Ölpreisen.

Bemühungen die Überversorgung am Ölmarkt zu reduzieren gibt es jedoch. Die OPEC Mitgliedsstaaten Iran und Venezuela wollen ölfördernde Staaten außerhalb der OPEC von einer gemeinsamen Produktionskürzung überzeugen, um damit auf den starken Ölpreisverfall zu reagieren. Beide Länder können den derzeit niedrigen Ölpreis nicht mit einer Produktionssteigerung kompensieren.

OPEC Mitglied Saudi-Arabien hatte in der Vergangenheit mehrfach klargestellt, nur dann zu Produktionskürzungen bereit zu sein, wenn andere große Produzenten wie Russland oder Mexiko ebenfalls weniger Öl fördern. Die russische Regierung hatte zwar zuletzt eine Reduzierung der Ölproduktion abgelehnt, sich jedoch mit Venezuela auf gemeinsame „Initiativen“ zur Stabilisierung der Ölpreise verständigt.

Neben den Notierungen an den Ölbörsen hat auch der Eurokurs einen entscheidenden Einfluss auf die inländischen Heizölpreise, denn Rohöl wird grundsätzlich in US-Dollar gehandelt. Verliert der Euro gegenüber dem Dollar an Wert, wird der Ölimport für Länder der Eurozone teurer. Kann der Euro dagegen Kursgewinne verzeichnen, werden Ölimporte für den Euroraum günstiger.

Im Moment zeigt der Trend noch aufwärts. Die für den Donnerstagabend anstehende Entscheidung zur künftigen Geldpolitik der USA wird mit Spannung erwartet. Sollte die Fed den Leitzins anheben, wird der US Dollar für Investoren attraktiver. Dies würde den Dollarkurs stärken und den Euro entsprechend belasten. Eine Verschiebung der Zinswende könnte den Euro dagegen weiter beflügeln.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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