Heizölpreise Entwicklung und Tendenz KW 40

Heizoelpreis Woche gleich kw4015

Die Heizölpreisentwicklung verlief in der vergangenen Woche ähnlich volatil wie in den Wochen zuvor. Vor allem die Ölpreise schwanken durch das Spannungsumfeld einer langfristig prognostizierten sinkenden Ölförderung und der kurzfristig überversorgten Marktlage.

Heizölpreis Entwicklung

Die Heizölpreisentwicklung tendiert seit einem Monat mehr oder weniger seitwärts. Im Verlauf der letzten Woche sank der Heizölpreis mal um einen Cent pro Liter, stieg aber am Folgetag gleich wieder deutlicher an.

Der Preis für eine 3.000 Liter Standardlieferung lag im bundesweiten Durchschnitt zum Wochenschluss bei ca. 56 Cent pro Liter und damit in etwa auf dem Niveau vom Wochenstart.

Ausschlaggebend für die Preisbewegung ist jedoch nicht mehr der Eurokurs. Dieser pendelte in einer vergleichsweise engen Handelsspanne um die 1,12 US-Dollar Marke. Deutlichere Bewegungen beim Heizölpreis kamen in erster Linie vom Ölmarkt.

Die Entwicklung der US Rohölproduktion bleibt derzeit ein bestimmendes Thema für die Ölpreisentwicklung. Zum vierten Mal in Folge wurde ein Rückgang der US Bohranlagen gemeldet.

Im Mai und Juni, als der Ölpreis um fast 20 US Dollar je Barrel höher lag, hätten die Produzenten die Tätigkeit noch erhöht. Jetzt allerdings, wo der Preis so stark gefallen ist, komme es zur Stilllegung einiger Bohranlagen. Auch Investitionskürzungen würden daraus resultieren.

Die EIA (Energy Information Administration, Amt für Energiestatistik innerhalb des US-amerikanischen Energieministeriums) rechnet mit einem Rückgang der US Rohölproduktion bis August 2016. Die US Ölproduzenten hätten jedoch noch erschlossene Quellen in der Hinterhand, die kurzfristig in Betrieb genommen werden könnten, sobald die Preise steigen.

Neben der Angebotsseite rückte aber auch die zu erwartende Ölnachfrage in den Fokus der Händler. Der IWF (Internationaler Währungsfond) lieferte einer skeptischen globalen Wachstumsausblick. Die bisherigen Wachstumsprognosen für 2015 und 2016 wurden nach unten korrigiert. Mit einem geringeren Wirtschaftswachstum geht auch eine geringere Ölnachfrage einher.

Ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Stabilität und damit der Ölnachfrageentwicklung waren zuletzt die Aktienmärkte. Diese wurden durch die Prognose des IWF belastet und gaben auf breiter Front nach. Dies belastete in der Folge auch die Preise an den Warenterminbörsen ICE und NYMEX.

Aber auch klimatische Ereignisse beeinflussten die Ölpreisentwicklung. Die Berg- und Talfahrt am Ölmarkt vor dem Wochenende wurde überwiegend vom Hurrikan Joaquin beeinflusst. Dieser hatte sich an der Küste Kubas befunden und wurde für die nächsten Tage an der US Ostküste erwartet.

Man habe mit Störungen bei der Verladung und mit Produktionsausfällen an den Raffinerien gerechnet. Dies trieb den Preis kurzfristig in die Höhe, da Händler sich vor daraus resultierenden Preisanstiegen absichern wollten. Als der Hurrikan abdrehte und wurden diese Risiken wieder ausgepreist.

Heizölpreise Tendenz

Für die weitere Tendenz der Heizölpreise entscheidend ist die Entwicklung der Ölpreise und des Eurokurses, da Rohöl und Ölprodukte grundsätzlich in US-Dollar gehandelt werden. Seit ungefähr einem Monat bewegt sich der Eurokurs um die 1,12 US-Dollarmarke.

Sowohl aus den USA als auch aus Europa kamen zuletzt schwächelnde konjunkturelle Indikatoren. Eine Entscheidung zur Erhöhung des Leitzinses in den USA erwarten die meisten Analysten erst zum Ende des Jahres. Bis dahin könnte sich der Eurokurs eher stabil halten.

Die Ölpreise bewegen sich ebenfalls seit fast einem Monat in beide Richtungen, bleiben aber ähnlich zum Heizölpreis in etwa auf dem gleichen Niveau. Für den Ausbruch in eine der beiden Richtungen fehlen im Moment noch deutliche Signale.

Kurzfristig ist daher eher mit einem weiterhin konstanten Niveau der Heizölpreise zu rechnen. Längerfristig könnte die Rückkehr der iranischen Öllieferungen einen weiteren Preisrutsch auslösen, obwohl diese Mengen bereits zum Teil eingepreist sind.

Inwiefern sich nun die Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran auf das Überangebot auswirkt, ist auch von der Reaktion der anderen OPEC-Länder abhängig. Diese waren zumindest in jüngerer Vergangenheit nicht dazu bereit, eigene Fördermengen zu reduzieren.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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