Heizölpreise Entwicklung und Tendenz Monat September

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Nachdem die Heizölpreisentwicklung im August neue Tiefststände anpeilte, ging es im September wieder etwas aufwärts. Verglichen mit den Vorjahren war es dennoch ein günstiger Monat. Wer Heizöl vor einem Jahr kaufte, musst fast 25 Prozent mehr ausgeben.

Heizölpreise Entwicklung

Nach dem deutlichen Preisverfall im August verlief der Heizölpreis zu Beginn des Septembers schrittweise aufwärts. Dabei war es eine Kombination aus sinkendem Eurokurs und steigenden Ölpreisen, die den Preis pro Liter Heizöl wieder in Richtung der 60 Cent Marke trieb.

Die Ölpreise wurden vor allem durch zwei Faktoren gestützt, die rückläufige amerikanische Ölförderung und Spekulationen um ein OPEC Sondermeeting.

Eine neue Statistik der Energy Information Administration (EIA) sorgte laut Marktteilnehmern für Unruhe an den Ölbörsen. Die EIA gab an, dass die Ölförderung in den USA in diesem Jahr bisher niedriger als erwartet gewesen ist. Im Juni soll die Ölförderung um 100.000 Barrel pro Tag gesunken sein, von Januar bis Mai lagen die Korrekturen zwischen 40.000 und 130.000 Barrel pro Tag. Diese Werte sollen durch ein neues und besseres statistisches Verfahren belegt sein.

Auch wenn dies den Preisen grundsätzlich Auftrieb gab, waren es besonders die Spekulationen um das OPEC Sondermeeting, die den Ölpreis stützen. Die OPEC Mitgliedsstaaten Iran und Venezuela waren bemüht, ölfördernde Staaten innerhalb und außerhalb der OPEC von einer gemeinsamen Produktionskürzung zu überzeugen, um damit auf den starken Ölpreisverfall zu reagieren. Die Thematik verlor aber relativ schnell an Bedeutung, da es inhaltlich zu keinen signifikanten Ergebnissen der Besprechungen kam.

Im weiteren Monatsverlauf tendierten die Heizölpreise seitwärts im Bereich zwischen 55 und 57 Cent pro Liter. Das gleicht sowohl der Ölpreisentwicklung als auch der des Eurokurses. Der Euro bewegt sich in einer vergleichsweise engen Handelsspanne um die 1,12 US-Dollar Marke.  

Neben den Notierungen an den Ölbörsen hat der Eurokurs einen entscheidenden Einfluss auf die inländischen Heizölpreise. Rohöl wird grundsätzlich in US-Dollar gehandelt. Verliert der Euro gegenüber dem Dollar an Wert, wird der Ölimport für Länder der Eurozone teurer. Kann der Euro dagegen Kursgewinne verzeichnen, werden Ölimporte für den Euroraum günstiger.

Es vor allem die mit Spannung erwartete Entscheidung der US Notenbank Fed, die den Eurokurs stützte. Entgegen den Erwartungen vieler Analysten hatte sich diese gegen die Anhebung des Leitzinssatzes entschieden. Gründe dafür seien unteranderem der Börsencrash und die schwächelnde Wachstumserwartung Chinas sowie schwache Konjunkturaussichten in den Entwicklungs- und Schwellenländern gewesen.

Der Eurokurs stieg zwar anfangs, konnte aber angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten innerhalb der Eurozone nicht nach oben ausbrechen. Danach verlor die Aufwärtsbewegung an Luft, da die amerikanischen Notenbanker deutlich machten, dass die Zinswende lediglich verschoben wurde.

Der europäische Ölpreis-Index Brent bewegte sich in einem ähnlich schmalen Korridor um die 48 US-Dollar Marke. Dabei blieb die Entwicklung der US Rohölproduktion ein bestimmendes Thema für die Ölpreisentwicklung. Gestützt wurde der Preis insbesondere durch den anhaltenden Rückgang der aktiven US Bohranlagen.

Im Mai und Juni, als der Ölpreis um fast 20 US Dollar je Barrel höher lag, hätten die Produzenten die Tätigkeit noch erhöht. Jetzt allerdings, wo der Preis so stark gefallen ist, komme es zur Stilllegung einiger Bohranlagen. Auch Investitionskürzungen würden daraus resultieren.

Neben der Angebotsseite rückte aber auch die zu erwartende Ölnachfrage in den Fokus der Händler. Der IWF (Internationaler Währungsfond) lieferte einen skeptischen globalen Wachstumsausblick. Die bisherigen Wachstumsprognosen für 2015 und 2016 wurden nach unten korrigiert. Mit einem geringeren Wirtschaftswachstum geht auch eine geringere Ölnachfrage einher.
Somit stand der Sorgen um das reduzierte Angebot, das perspektivisch geringere Wachstum der Nachfrage gegenüber.

Heizölpreise Tendenz

Der Trend der Heizölpreise zeigt seitwärts. Aus jetziger Sicht deutet wenig darauf hin, dass sich das ändert. Beim Eurokurs kann man mit einer gewissen Stabilität rechnen. Es gibt aktuell kaum Anzeichen,  dass die amerikanische Notenbank das Zinsniveau im Laufe der nächsten Wochen anheben wird. Zudem können die konjunkturellen Daten derzeit in keiner der großen Volkswirtschaften überzeugen.

Ein wesentlicher Faktor für die Ölpreisentwicklung ist und bleibt der Kampf um Marktanteile seitens der OPEC. Dies sowohl mit den Nicht-OPEC-Ländern, als auch innerhalb der Organisation selbst. So hat Saudi Arabien seine Preise für November-Lieferungen zum Teil sehr stark reduziert. Vor allem an den für das Land wichtigsten Märkten in Asien und den USA. Damit geht der Preiskampf innerhalb der OPEC in eine neue Runde.

Das nun wahrscheinlich kommende iranische Öl könnte zu weiteren Spannungen mit den anderen Mitgliedern führen. In der Vergangenheit waren diese nicht bereit, die eigene Förderung zu reduzieren. Doch schon ohne das iranische Öl wird das Überangebot immer mehr „gefüttert“. Inwiefern sich nun die Aufhebungen von Sanktionen gegen den Iran auf das Überangebot auswirken werden, ist vor allem von der Reaktion der anderen OPEC-Länder abhängig.

Nichtsdestotrotz zeigte die jüngste Vergangenheit, dass es immer wieder zu kurzfristigen Preissteigerungen am Ölmarkt kommen kann. Die Hurrikan-Saison beginnt und die Lage in Syrien wird durch das Eingreifen Russlands zumindest aus westlicher Sicht problematischer.

Es gibt noch viele andere Faktoren mit dem Potenzial, die Ölpreisentwicklung und damit auch die aktuellen Heizölpreise zu beeinflussen. Umso wichtiger ist es, dass Preisniveau längerfristig im Auge zu behalten, um bei Heizölkauf zu sparen.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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