Heizölpreise: Erster Anstieg seit zwei Wochen

Heizoelpreis steigt 16-12-2015

Die Heizölpreise werden heute zum ersten Mal seit über zwei Wochen steigen. Leicht gestiegene Ölpreise und Verluste beim Euro führen zu dem heutigen Anstieg. Der durchschnittliche Heizölpreis liegt aber immer noch unter 44 Cent pro Liter.

Ölpreisentwicklung

Der europäische Ölpreis-Index Brent notiert aktuell bei 38,37 US-Dollar pro Barrel. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil liegt bei 343,50 US-Dollar pro Tonne, ein Anstieg von etwa 10 US-Dollar.

Nachdem die Ölpreise die tiefsten Stände seit elf Jahren angepeilt haben, entstanden frische Kaufimpulse am Ölmarkt. Insbesondere der Preis für das amerikanische WTI-Öl steigt vor der heute anstehenden Entscheidung, ob amerikanischen Produzenten zukünftig der Export von Rohöl erlaubt wird und zieht die übrigen Notierungen mit nach oben.

Durch die Aufhebung des Exportverbotes würde die Anzahl der potenziellen Käufer für WTI zunehmen, wodurch das Preisniveau steigen könnte. Global betrachtet würde die Aufhebung des US Ölexportverbots die Ölpreise jedoch eher belasten, da das Angebot auf dem Weltmarkt zunimmt.

Analysten sehen in dem Anstieg der Ölpreise eine eher kurzfristige Gegenbewegung, ausgelöst durch den jüngsten Preisverfall und darauf folgenden Gewinnmitnahmen aus spekulativen Positionen der Händler.

Die mittel- bis langfristige Perspektive spricht durch die vorhandene Überversorgung, der weltweit hohen Ölbestände und der Erwartung zusätzlicher Ölexporte aus dem Iran nicht für steigende Ölpreise.

Die Ölpreisentwicklung der kommenden Tage und Wochen wird voraussichtlich durch drei wichtige Ereignisse beeinflusst, die allesamt heute in den USA anstehen. Als erstes kommen die offiziellen Ölbestandsdaten, welche wahrscheinlich den geringsten Einfluss haben werden.

Das zweite wichtige Ereignis ist der Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank Fed. Der überwiegende Teil der Analysten auf dem Finanzmarkt rechnet fest damit, dass die Notenbank das Zinsniveau leicht anheben wird.

Das letzte wichtige Ereignis ist der Ausgang der US Haushaltsdebatte. Es gilt mittlerweile als wahrscheinlich, dass sich Republikaner Demokraten auf die Aufhebung des 40 Jahre alten Exportverbotes für Gas und Rohöl einigen.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs ist wieder unter 1,10 US-Dollar gesunken. Aktuell ist ein Euro noch 1,0928 US-Dollar wert, etwa ein Cent weniger als am Vortag. Robuste Konjunkturdaten aus den USA gaben dem Dollar Auftrieb. In den USA war die Jahresinflationsrate im Dezember überraschend deutlich gestiegen.

Vor dem heutigen Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank Fed ist das Aufwärtspotenzial des Euro sehr begrenzt. Der überwiegende Teil der Analysten rechnet damit, dass die Fed ihre Nullzinspolitik beendet, die seit der Finanzkrise im Jahr 2008 praktiziert wurde. Eine Anhebung des Leitzinses würde den US-Dollar vermutlich stützen und den Euro entsprechend schwächen.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis steigt heute zwar in einigen Regionen um über einen Cent pro Liter Heizöl, eine 3.000 Liter standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt aber weiterhin nur 44 Cent pro Liter.

Durch die heute anstehenden Ereignisse könnte es bei den Ölpreisen zu viel Bewegung kommen. Grundsätzlich spricht viel für ein weiterhin günstiges Niveau der Ölpreise, eine vorübergehende Fortsetzung der Gegenbewegung ist nach den kräftigen Verlusten in den letzten Tagen und Wochen aber auch nicht ganz unwahrscheinlich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich auch innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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