Heizölpreise legen wieder zu

25. Februar 2016

Heizoelpreis-gestiegen-25-02-2016

Die gestern Nachmittag veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des Departement of Energy konnten die erwarteten starken Bestandsaufbauten nur zum Teil bestätigen. Zwar werden Aufbauten beim Rohöl gemeldet, die Produktbestände sind dagegen gesunken. Dies stütze den Ölpreis im gestrigen Tagesverlauf, sodass sich für heute Preisanstiege beim Heizölpreis ergeben.

Ölpreisentwicklung

Gestern Morgen drückten die Daten des American Petroleum Institute (API - größter Interessenverband der US-Öl- und Gasindustrie) zu den aktuellen amerikanischen Ölbeständen die Notierungen an den Ölbörsen. Es wurde mit starken Aufbauten sowohl im Bereich Rohöl als auch bei den Produkten gerechnet.

Am Nachmittag veröffentlichte das Departement of Energy (DOE) seine offiziellen Daten zu den US-Ölbeständen. Diese konnten die Daten des API nicht vollständig bestätigen, da bei den Produktvorräten umfangreiche Abbauten zu verzeichnen sind. Infolgedessen zogen die Notierungen für Öl wieder an.

Für den heutigen Morgen ergeben sich an der Londoner Warenterminbörse ICE damit folgende Notierungen:

Das europäische Nordseeöl Brent wird aktuell bei 33,81 US-Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung für ICE Gasoil, welche den Heizölpreis für das Inland maßgeblich beeinflusst, liegt am heutigen Morgen bei 308,75 US-Dollar je Tonne. Damit haben beide Notierung wieder etwas zulegen können.

Der Bericht des DOE lässt weiter erkennen, dass die Raffinerieauslastung in dieser Woche abgenommen hat. Dies begünstigt Aufbauten beim Rohöl. Die gesunkene US-Ölförderung und sinkende Importe federten Aufbauten jedoch etwas ab.

Bei den Produkten ist zudem eine gestiegene Nachfrage nach Destillaten und Benzin zu verzeichnen, die umfangreiche Bestandsabbauten mit sich zog. Dies wirkte sich gestern stützend auf den Ölpreis aus.

Trotzdem befinden sich die Bestände noch auf einem sehr hohen Niveau, sodass die Überversorgung weiterhin akut bleibt.

Weiter nehmen auch die Spekulationen um ein mögliches Abkommen der großen Ölproduzenten nicht ab. Jedoch ändert sich beinahe täglich die Ausgangslage. Zu Beginn schien Einigkeit zu bestehen, mittlerweile gehen die Meinungen dabei wieder weit auseinander.

Saudi-Arabien hält weiter an der Fixierung der Fördermenge auf das Januar-Niveau fest, der Iran hingegen fordert Produktionskürzungen der anderen ölproduzierenden Länder. Damit wird deutlich, dass innerhalb der OPEC momentan mehr Uneinigkeit als Einigkeit herrscht.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs ist am heutigen Morgen wieder etwas stabilisiert und wird zum aktuellen Zeitpunkt bei 1,1007 US-Dollar notiert.

In den letzten Tagen hatte der Dollar gegenüber dem Euro aufgewertet. Grund waren unteranderem gebesserte amerikanische Konjunkturdaten, die die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung der US-Notenbank Fed damit wieder etwas verstärkten. Gestern enttäuschten dann jedoch schwache Zahlen des amerikanischen Immobilienmarktes, die den Dollarkurs drückten. Dadurch konnte der Eurokurs wieder etwas zulegen.

Heizölpreisentwicklung

Heute kostet eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt 41,75 Euro je 100 Liter Heizöl. Damit kostet Heizöl heute in etwa 65 Cent pro 100 Liter Heizöl mehr als gestern.

Im Februar ist die Heizöl-Nachfrage saisonal sehr hoch. Daher ist mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten aber auch Notlieferungen für Kaltsteher sind regional schon jetzt nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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