Heizölpreise ohne klare Richtung

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Zur Wochenmitte geben die Ölpreise leicht nach. Der hauptsächliche Grund dafür ist vermutlich ein begrenztes Kaufinteresse der Händler aufgrund des starken Dollarkurses. Der Heizölpreis Trend ist weiterhin eher wechselhaft und so kostet ein Liter Heizöl heute wieder unter 52 Cent.

Ölpreisentwicklung

Mit dem Ende des Sommers beginnen die Raffinerien langsam ihre Wartungsarbeiten und dementsprechend passt sich auch die saisonale Nachfrage im Moment an.

Aber auch das Sturmtief im Golf von Mexiko beschäftigt heute unter anderem die Marktteilnehmer.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird heute Morgen für rund 48,10 US-Dollar je Barrel gehandelt. Verglichen mit dem Vortag ist der Ölpreis damit um eineinhalb US-Dollar gefallen.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird derzeit für rund 425 US-Dollar je Tonne gehandelt. Seit dem Wochenende ist die Notierung also bereits um über zwölf US-Dollar gesunken.

Gestern Nachmittag veröffentliche das American Petroleum Institut (API), der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA, seine Schätzungen der US-Ölbestandsdaten für diese Woche.

Der dort ausgewiesene leichte Anstieg der Rohöl-Vorräte wurde bereits im Vorhinein erwartet und konnte aufgrund der saisonal leicht rückläufigen Nachfrage nicht überraschend.

Das API rechnet diese Woche außerdem auch bei den Destillaten (Diesel, Heizöl) mit Bestandsaufbauten in den USA. Wegen dieser beiden Faktoren sind die Zahlen der Bestandsveränderungen eher preisdrückend zu interpretieren.

Nun warten die Händler jedoch auf die offiziellen Ölbestandsdaten vom US-Energieministerium, die für neue Impulse sorgen könnten.

Das Sinken der Ölpreise gegenüber dem Vortag begründen Analysten heute aber eher mit einem begrenzten Kaufinteresse der nicht amerikanischen Händler.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein steigender Dollarkurs, dass die Importe für den Euroraum teurer werden.

Auf der anderen Seite könnte das derzeit im Süden der USA befindliche Sturmtief in den kommenden Tagen zu ansteigenden Ölpreisen führen.

Durch das Herunterfahren verschiedener Anlagen im Golf von Mexiko sind bereits jetzt Produktionsausfälle zu verzeichnen. Eine geringere Angebotsmenge könnte also ab dem Wochenende die Ölpreise stützen oder sogar Auftrieb geben.

Entwicklung Eurokurs

Aufgrund vereinzelter Wirtschaftszahlen aus den USA ist der Dollarkurs gestern Abend überraschenderweise gefallen.

Der dadurch leicht gestärkte Euro kostet damit heute Morgen rund 1,114 US-Dollar. Diese Stärkung des Eurokurses wird vermutlich jedoch nicht lange anhalten.

An den Finanzmärkten ist weiterhin die nahende Leitzinserhebung der US-Notenbank Fed im Fokus der Händler. Infolge dieser ist bis zum Ende des Jahres eher mit einem anhaltend starken US-Dollar zu rechnen.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung liegt heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt unter 52 Cent pro Liter Heizöl.

Seit Ende letzter Woche ist bei den Heizölpreisen kein klarer Trend erkennbar. Fast täglich findet ein Wechsel zwischen steigenden und fallenden Heizölpreisen statt.

Da es im Moment aber auch keine eindeutigen Impulse oder eine richtungsweisende Begebenheit gibt, erschwert es sich damit zunehmend eine Heizölpreis Prognose für die kommenden Tage zu formulieren.

Stark fallende Heizölpreise halten wir in jedem Fall für unwahrscheinlich. Insbesondere, wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert, halten wir es sogar für sehr riskant darauf zu spekulieren.

Um auf Nummer sicher zu gehen, ist unser Tipp: Jetzt bereits Heizöl kaufen.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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