Heizölpreise sinken nach Feiertagen

28. Dezember 2015,

Heizoelpreis sinkt 28-12-2015

Nachdem die Heizölpreise vor den Feiertagen leicht gestiegen sind, bewegen sie sich zum Wochenstart in die andere Richtung. Heizöl kostet im bundesweiten Durchschnitt wieder unter 45 Cent pro Liter. In der kurzen Woche erwarten wir insgesamt wenig Bewegung bei den Ölpreisen.

Ölpreisentwicklung

Die Notierung für den europäischen Ölpreis-Index Brent liegt aktuell bei 37,75 US-Dollar pro Barrel. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil liegt bei 338,50 US-Dollar pro Tonne.

Die Ölpreise sind vor den Feiertagen leicht gestiegen. Die meisten Händler stellen vor den Feiertagen Risikopositionen glatt. Da die Markteinschätzung in den letzten Wochen eher auf fallende Preise hindeutete, hatten Händler tendenziell mehr verkauft als gekauft. Diese „offenen“ Positionen galt es durch Käufe zu schließen.

Daneben wurden die Ölpreise aber auch durch die amerikanischen Ölbestandsdaten gestützt. Diese überraschten mit hohen Bestandsabbauten beim Rohöl. Allerdings relativieren sich diese durch gesunkene Importe und dem Bestreben der Raffinerien, ihre Bestände zum Jahreswechsel gering zu halten um die Steuerlast zu verringern.

Das Handelsinteresse wird in dieser Woche vermutlich gering bleiben, da viele Händler Urlaub haben. Der Rest vermeidet in der Regel größere Risikopositionen in die eine oder andere Richtung. Grundsätzlich bleibt die Perspektive für die Ölpreisentwicklung jedoch positiv für Verbraucher.

Wenn die Sanktionen gegen den Iran im Januar aufgehoben werden, ist mit einer weiteren Zunahme der Überversorgung zu rechnen. Große Mengen an Rohöl warten bereits in Öltankern vor der iranischen Küste auf die Exportfreigabe.

Diese gibt es jetzt bereits in den USA, nachdem vor Weihnachten das Exportverbot für Rohöl nach über 40 Jahren aufgehoben wurde. Der Preis für das amerikanische WTI-Öl stieg in der Folge erstmals seit Jahren über den für das europäische Nordseeöl Brent.

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Dienstag, 29.12.2015

  • Vorabschätzung US-Ölbestandsdaten American Petroleum Institute (API)

Mittwoch, 30.12.2015

  • Offizielle US-Ölbestandsdaten Department of Energy (DOE)

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Euro nähert sich in einem ruhigen Handel der 1,10 US-Dollar Marke. Ein Euro ist momentan 1,0988 US Dollar wert. In dieser Woche werden keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht, sodass dem Finanzmarkt frische Impulse fehlen. Die Chancen stehen gut, dass sich der Euro bis ins neue Jahr auf diesem Niveau hält.

Heizölpreisentwicklung

Der durchschnittliche Heizölpreis wird zum Wochenstart unter 45 Cent pro Liter Heizöl sinken, was vor allem den Gewinnen vom Euro zu verdanken ist. Im Moment spricht so gut wie nichts für steigende Heizölpreise. Wir erwarten bis zum Jahreswechsel keine nennenswerten Ausschläge in die eine oder andere Richtung.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.