Heizölpreise sinken weiter

11. Februar 2016

Heizoelpreis-sinkt-11-02-2016

Gestern trieb die Meldung zu Abbauten der US Rohölbestände den Ölpreis kurzfristig nach oben. Jedoch konnte sich das Niveau nicht halten, was heute Morgen zusammen mit dem gestärkten Euro zu weiter sinkenden Heizölpreisen führt.

Ölpreisentwicklung

Unteranderem die Monatsreports von EIA (Energy Information Administration, Amt für Energiestatistik im Energieministerium der Vereinigten Staaten) und IEA (International Energy Agency) sowie die Schätzungen des API (American Petroleum Institute) zu den Ölbeständen der USA ließen den Ölpreis gestern Morgen mit einem Abwärtstrend starten.

Im Laufe des Tages sorgte die Veröffentlichung der offiziellen US Ölbestandsdaten für einen kurzzeitigen Aufschwung, jedoch konnte sich dieser nicht halten, sodass die Notierungen für Brent und Gasoil den Handel in etwa auf dem Niveau vom Morgen verließen.

Somit ergeben sich für den heutigen Morgen folgende Notierungen:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 30,67 US Dollar je Barrel gehandelt. ICE Gasoil, welches für den inländischen Heizölpreis von entscheidender Bedeutung ist, wird bei 276,50 US Dollar je Tonne notiert. Damit liegen die Preise ungefähr auf Vortagesniveau.

Nachdem das API sowohl bei Rohöl als auch bei den Produkten Aufbauten prognostiziert hatte, bestätigten die offiziellen Daten des Departement of Energy gestern Nachmittag dies nur zum Teil. Während der Wartungsarbeiten, die zurzeit an vielen Raffinerien in den USA durchgeführt werden, geht man gewöhnlich von Aufbauten bei Rohöl und Abbauten bei den Produkten aus. Jedoch sind bei den Produkten Aufbauten zu verzeichnen, allerdings nicht in dem Ausmaß, wie vom API vorausgesagt. Beim Rohöl sind sogar Abbauten gemeldet worden.

Dies signalisierte an der Börse kurzzeitig ein Kaufsignal. Die Ölpreise stiegen an, konnten das Niveau aber nicht lange halten. Denn die Abbauten bei den Rohölbeständen sind vor allem auf eine starke Reduzierung der Importe zurückzuführen. Somit sind die Daten des DOE im Gesamten eher preisdrückend zu interpretieren.

Allerdings kamen aus Russland gestern konkrete Vorschläge für eine Produktionskürzung der großen Ölnationen. So schlug ein Sprecher von Rosneft, dem größten Ölunternehmen Russlands, eine Reduzierung von 1 Mio. Barrel pro Tag für alle Länder vor. Inwiefern sich dieser Vorschlag durchsetzen kann, bleibt abzuwarten.

Denn zum aktuellen Zeitpunkt sieht zum Beispiel der Iran für sich selbst keine Reduzierung vor. Allerdings zeigt es, dass die Regulierung des Ölangebots weiterhin im Fokus liegt. Dies könnte im weiteren Wochenverlauf erneut Einfluss auf den Ölpreis nehmen.

Entwicklung Eurokurs

Am heutigen Morgen verzeichnet der Eurokurs weitere Gewinne und wird zurzeit bei 1,1323 US Dollar notiert.

In ihrer Rede wies die US Notenbankchefin Janet Yellen gestern auf mögliche Risiken der US Wirtschaft hin, die aus den aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten resultieren. Zudem deutete sie auf die Schwierigkeiten in China und die zurzeit tiefen Ölpreise hin. Eine Zinsanhebung im Laufe des Jahres schloss sie zwar nicht aus, allerdings würde man vorsichtig vorgehen.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt etwas mehr als 38 Cent pro Liter Heizöl und damit etwa einen halben Cent weniger als am Vortag. Der gestärkte Eurokurs sorgt für weitere Preisnachlässe im Inland.

Saisonal bedingt ist die Heizöl-Nachfrage höher. Deshalb sind kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher regional nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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