Heizölpreise stabil zum Wochenende

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Auch wenn das Meeting der OPEC mit anderen großen Ölproduzenten zunehmend in Frage gestellt wird, stützt die Sorge vor einer Kürzung der Fördermenge weiterhin den Ölpreis. Jedoch sorgt der gestärkte Eurokurs heute für einen stabilen Heizölpreis.

Ölpreisentwicklung

Immer noch stützen die Spekulationen um ein Abkommen der großen Ölproduzenten die Ölnotierungen. Zur Diskussion steht das Einfrieren der Fördermengen auf das Niveau vom Januar. Auch wenn eine Einigung der Teilnehmer zunehmend unwahrscheinlich wirkt, stützt alleine die Möglichkeit auf eine Produktionsbeschränkung die Ölpreise.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 40,79 US Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung für ICE Gasoil, welche für den inländischen Heizölpreis von entscheidender Bedeutung ist, liegt am heutigen Morgen bei 370 US Dollar je Tonne. Während die Notierung von Brent in etwa auf Vortages-Niveau liegt, konnte Gasoil nochmals etwas zulegen.

Auch weiterhin bleiben die Spekulationen um ein Abkommen der OPEC mit anderen großen Ölproduzenten ein maßgeblich beeinflussender Faktor für die Ölpreisentwicklung. Die Ölproduzenten geraten wegen des niedrigen Ölpreises zunehmend unter Druck. Bei solch einem geringen Preisniveau funktionieren einige Staatshaushalte nicht mehr.

Denn viele Länder hängen stark vom Ölexport ab. Venezuelas Staatseinnahmen hängen zur Hälfte vom Öl ab. Die Staatseinnahmen Nigerias sogar zu 70 Prozent. Darin liegt der Grund für die Bemühungen um eine Produktionsbegrenzung in den letzten Wochen.

Allerdings schwankt die Einigkeit innerhalb der OPEC zunehmend. Zunächst hatte der Iran sich gegen die Deckelung der Fördermengen auf das Niveau vom Januar ausgesprochen. Der Irak kündigte daraufhin an, dass man ohne Beteiligung des Iran einer Drosselung nicht zustimmen würde. Nun heißt es auch aus Kasachstan und Kuwait, dass eine Beteiligung des Irans Voraussetzung sei.

Zurzeit ist damit weder ein Zeitpunkt noch Ort oder Teilnehmer eines Sondermeetings der großen Ölproduzenten klar. Aber allein durch die Spekulationen, beeinflusst dieses Thema die Ölpreisentwicklung maßgeblich.

Analysten meinen nun, dass die verbale Intervention sowieso mehr Einfluss habe, als eine tatsächliche Produktionsbeschränkung.

Denn dann würden Marktteilnehmer nach einer gewissen Zeit erkennen, dass die Drosselung auf das Januar-Niveau wohl keine geeignete Maßnahme zur Reduzierung des bestehenden Überangebots ist. Es scheint eher wahrscheinlich, dass die Ölpreise damit wieder stark fallen würden.

Solange jedoch nur darüber geredet und spekuliert wird, bewirke die Angst vor einer Produktionsbegrenzung den derzeitigen Aufwärtstrend.

Entwicklung Eurokurs

Trotz der erneuten Lockerung der europäischen Geldpolitik wird der Eurokurs heute Morgen bei 1,1119 US Dollar notiert.

Gestern hatte die Europäische Zentralbank nochmals ein Öffnen der Geldschleusen beschlossen. Zwar waren Analysten bereits davon ausgegangen, allerdings nicht in solch einem starken Ausmaß. Dies drückte den Euro zunächst massiv.

Der Notenbankpräsident Mario Draghi kündigte dann jedoch an, dass für die nächste Zeit nicht mit einer weiteren Zinssenkung zu rechnen sei. Damit legte der Euro deutlich an Wert zu.

Mit dem gestärkten Eurokurs wird Öl für Investoren außerhalb der USA günstiger, da es grundsätzlich in der amerikanischen Währung gehandelt wird. Nach dem Kurssprung des Euros stiegen gestern daher auch die Ölpreise.

Heizölpreisentwicklung

Somit ergibt sich heute aufgrund des stärkeren Euros ein weitgehend stabiler Heizölpreis. Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 47,12 Euro je 100 Liter Heizöl. Im Vergleich zum letzten Freitag ist Heizöl damit knapp fünf Cent je Liter teurer.

Die Heizöl-Nachfrage hat stark nachgelassen, sodass nur noch in wenigen Regionen mit längeren Lieferzeiten gerechnet werden muss.

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