Heizölpreise steigen kräftig, Ölpreis und Eurokurs verantwortlich

Gestern standen die Zeichen für den heimischen Heizölmarkt ungünstig. Der Preis für Gasöl und Rohöl der Sorte Brent verteuerte sich. Gleichzeitig verlor der Euro gegenüber dem Dollar an Wert. Folge sind deutlich steigende Heizölpreise.

Nach der Veröffentlichung der US Ölbestände durch das DOE (Department of Energy) am späten Nachmittag, zogen die Ölpreise gestern wieder an und landeten auf ihren Tageshochs. Das betraf in erster Linie die Preise für Brent und Gasöl. Zwar haben sich die amerikanischen Ölbestände insgesamt erhöht, aber die Produktbestände haben deutlich abgenommen. Das spricht für eine höhere Heizöl Nachfrage und geringere für den Export zur Verfügung stehende Mengen in den USA. Exportiert werden dürfen nach amerikanischem Recht nur Produkte, kein Rohöl.

Der Dollar profitierte gestern doppelt. Zum einen deuteten Fed Mitglieder an, die geldpolitischen Maßnahmen in den USA früher zu beenden als zuletzt verkündet. Weiterhin wurden Pläne der EZB bekannt, die Einlagezinsen auf ein negatives Niveau zu senken. Banken die ihr Geld bei der Europäischen Zentralbank „parken“, müssten dafür bezahlen. Attraktiver wäre es dann, das Geld dem Markt zur Verfügung zu stellen. Die Geldmenge am Markt erhöht sich, der Wert des Geldes sinkt. Beide Nachrichten ließen den Eurokurs nachgeben.

Die aktuellen Heizölpreise starten mit einem kräftigen Aufschlag in den Tag. Wir rechnen mit ca. einem Euro pro 100 Liter. 40 Cent resultieren aus dem gesunkenen Eurokurs und 60 Cent aus den gestiegenen Ölpreisen.

Ihr Total Heizöl Team

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