Heizölpreise steigen wieder

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Die insgesamt eher belastende Situation am Ölmarkt aufgrund der Überversorgung ist weiterhin existent. Dennoch steigen die Ölpreise zum Ende der Woche deutlich. Darüber hinaus gibt auch der Eurokurs heute Morgen weiter nach. Der Heizölpreis steigt auf ein neues Wochenhoch.

Ölpreisentwicklung

Die Aufwärtsbewegung der Ölpreise heute Morgen scheint eher eine leichte Gegenbewegung zu den deutlichen Verlusten in den Vortagen als eine Trendwende zu sein.

Nachdem viele belastende Faktoren bereits eingepreist wurden, ging die Wahrscheinlichkeit auf weitere Rückgänge bei den Ölpreisen stark zurück.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird heute Morgen für rund 44 US-Dollar je Barrel gehandelt. Das ist ein Preisanstieg von fast sechs Prozent verglichen mit dem 4-Monatstief vom Beginn der Woche.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, befindet sich auf demselben Niveau wie vor sieben Tagen und wird heute Morgen bei rund 375 US-Dollar je Barrel notiert.

Im Verlauf der Woche erreichten die Ölpreise während ihrer Abwärtsbewegung einen Bereich in der Nähe der 40 US-Dollar. Bei diesem Niveau ist für viele Händler, die auf sinkende Ölpreise gesetzt hatten ein Kaufimpuls entstanden.

Während im fallenden Markt mehr verkauft als zugekauft wird, ändert sich dieses Verhalten im steigenden Markt. Bei einem Niveau von 40 US-Dollar glaubten immer weniger Händler an einen weiteren Rückgang der Ölpreise.

Infolge dessen drehte sich die Situation an den Ölbörsen und Händler stärkten mit der höheren Anzahl an Käufen die Ölpreise. Prinzipiell herrscht am Ölmarkt aber weiterhin eine Stimmung, die nicht zu signifikanten Preisanstiegen führen sollte.

Da die Produktnachfrage in diesem Jahr bisher unterhalb der optimistischen Erwartungen lag, stiegen zuletzt die Bestände entgegen dem saisonal üblichen Trend an.

Darüber hinaus sprechen auch Anstiege der Ölproduktion der OPEC und Russlands eher gegen weiter steigende Ölpreise in den kommenden Wochen.

Außerdem gehen Analysten heute bereits davon aus, dass die Anzahl aktiver US-Ölbohranlagen erneut gestiegen ist. Die Anzahl der aktiven Anlagen gilt am Ölmarkt als ein wichtiger Indikator für die langfristige Entwicklung der US-Ölförderung.

Bei steigenden Produktions- und Fördermengen und einer bisher hinter den Erwartungen liegenden Öl-Nachfrage ist stark damit zu rechnen, dass die Ölpreise in den nächsten Wochen vergleichsweise günstig bleiben.

Entwicklung Eurokurs

Heute Morgen kostet ein Euro rund 1,114 US-Dollar. Das ist fast ein Cent weniger als noch am Mittwoch, als der höchste Stand seit dem Brexit Referendum erreicht wurde.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, verteuert ein sinkender Eurokurs, die Importe für den Euroraum.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung liegt heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt  bei circa 47 Cent pro Liter Heizöl.

Aktuell ist nicht sicher, ob die Heizölpreise weiter steigen oder das aktuell Niveau halten können.

Unsere Empfehlung lautet daher: Wer sicher gehen will, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen. Der Heizölpreis ist nahe dem 4-Monatstief und nur rund fünf Cent vom Jahrestiefststand aus dem Januar entfernt.

Im Vergleich zum Vorjahr kann man beim Kauf einer Menge von 1.000 Litern Heizöl immerhin noch über 130 Euro sparen.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

 

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