Heizölpreise Trend und Prognose KW 31

Heizoelpreis gestiegen kw3116

Die Heizölpreise erreichten in der ersten Augustwoche ein neues 3-Monatstief, stiegen aber in der zweiten Wochenhälfte deutlich. Nachdem die Ölpreise seit Mitte Juli fast durchgängig gefallen sind, setzte Mitte der letzten Woche eine Gegenbewegung ein. Ein anhaltender Aufwärtstrend ist jedoch eher unwahrscheinlich.

Heizölpreise Trend

Anfang der letzten Woche erreichte der Heizölpreis ein neues 3-Monatstief. Innerhalb von vier Wochen ist der Preis um fast 10 Cent pro Liter Heizöl gefallen, ein deutlicher Abwärtstrend.

Zur Wochenmitte drehte sich die Lage und die Heizölpreise folgten der steigenden Ölpreisentwicklung. Der bereits im Juni einsetzende Rückgang der Ölpreise verlor zunehmend an Schwung, da belastende Faktoren größtenteils bereits eingepreist waren. 

Als die Ölpreise ihre Tiefststände erreichten, ist ein Kaufimpuls entstanden. Während im fallenden Markt mehr verkauft als zugekauft wird, ändert sich dieses Verhalten im steigenden Markt. Klar ist, dass es bei der Ölpreisentwicklung immer wieder zu Gegenbewegungen kommt. Das ist bei jedem börsengehandelten Produkt der Fall.

Die Ölpreise sind im Juli um fast 20 Prozent gefallen, der Markt war überverkauft. Auf eine überverkaufte Situation müssen zwangsweise auch wieder Käufe folgen. Die Frage ist dabei nur wann bzw. bei welchem Preisniveau.

Bei einem Niveau von 40 US-Dollar glaubten immer weniger Händler an einen weiteren Rückgang der Ölpreise. Infolge dessen drehte sich die Situation an den Ölbörsen und Händler stärkten mit der höheren Anzahl an Käufen die Ölpreise.

Da zu den in der Folge steigenden Ölpreisen auch noch Verluste beim Eurokurs hinzukamen, bekamen die Heizölpreise zuletzt deutlichen Auftrieb. Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein sinkender Eurokurs, dass die Importe für den Euroraum teurer werden.

Heizölpreise Prognose

Die Heizölpreis Prognose bleibt günstig, auch wenn die Tagespreise für Heizöl zwischenzeitlich steigen. Ein erneutes Erreichen der Tiefststände aus dem Januar halten aus aktueller Sicht für wenig wahrscheinlich.

Prinzipiell herrscht am Ölmarkt weiterhin eine Stimmung, die nicht zu anhaltenden Preisanstiegen führen sollte. Da die Produktnachfrage (Benzin, Diesel, Heizöl) bisher unterhalb der optimistischen Erwartungen lag, stiegen zuletzt die Bestände entgegen dem saisonal üblichen Trend an.

An den zentralen Umschlagsplätzen in Singapur und dem ARA-Raum (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) steigen die Vorräte und sinken die Margen der Händler. Da damit auch die Verdienstmöglichkeiten der Raffinerien sinken, werden diese ihre Verarbeitung im Herbst vermutlich stärker als üblich drosseln und Wartungsarbeiten ausdehnen.

Die Produktbestände würden wahrscheinlich sinken, die Rohölvorräte aber gleichzeitig wieder steigen. Analysten gehen davon aus, dass es im zweiten Halbjahr zu einer Überversorgung im Rohölbereich kommen wird.

Ohne unerwartete Produktionsausfälle ist für die Ölpreise mittelfristig eine Handelsspanne um die 40 US-Dollar recht wahrscheinlich.
Die Heizölpreise haben also durchaus noch Potenzial zu sinken. Deutlichere Preisrückgänge sind in der kommenden Woche jedoch wenig wahrscheinlich.

Mit der nun ansteigenden Heizöl-Nachfrage werden besondere Liefertermine zunehmend knapper. Wer schnell oder zu bestimmten Zeiten beliefert werden möchte, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?