Heizölpreise Trend und Prognose KW 36

12. September 2016

Heizoelpreis gestiegen kw36

Der Heizölpreis startete zum Anfang der letzten Woche bei 50 Cent pro Liter Heizöl und gestaltete sich bis zur Wochenmitte relativ konstant. In der zweiten Wochenhälfte stiegen die Preise dann aufgrund eines enormen Rückgangs der Rohölvorräte in den USA.

Heizölpreise Trend

In der vergangenen Woche zeigt der Trend der Heizölpreise wieder nach oben. Grund waren steigende Ölpreise. 

Aufgrund eines Feiertages in den USA startete die Woche mit einem eher geringen Handelsvolumen am Ölmarkt. Nachdem am Dienstag bekannt wurde, dass Russland und Saudi-Arabien eine "bedeutende Bekanntmachung" planen, führten vermehrte Käufe zu einem steilen Preisanstieg. Händler wollten sich gegen künftige Preisrisiken absichern.

Der Anstieg der Ölpreise wurde allerdings im schnell korrigiert, da sich die Bekanntmachung nur als Gründung einer Arbeitsgruppe erwies, die kurzfristig aber kaum Auswirkungen auf das Angebot am Ölmarkt haben wird.

Zur Wochenmitte hin wurden in den USA die höchsten Bestandsabbauten seit über 30 Jahren gemeldet. Die Ölpreise stiegen angesichts dieser unerwarteten Meldung deutlich an. 

Einer der Gründe war der Tropensturm Hermine, welcher in der letzten Woche durch den Golf von Mexiko gezogen ist und zu Behinderungen bei der  Ölproduktion sowie dem Schiffsverkehr führte.

In der Folge wurde wesentlich weniger Rohöl importiert, was zu den Bestandsrückgängen führte. Das deutet aber auch darauf hin, dass es sich nur um einen temporären Effekt handelt und in den kommenden Wochen vermehrt Bestandsaufbauten registriert werden könnten.

Am Freitag erreichten die Heizölpreise mit 51,50 Euro pro 100 Liter ein neues Monatshoch, welches auf die gestiegenen Ölpreise zurückzuführen war. Der feste Eurokurs verhinderte aber größere Aufwärtsbewegungen beim Heizölpreis.

Heizölpreise Prognose

Der Heizölpreisanstieg dieser Woche könnte in der kommenden Woche sehr schnell wieder ausgeglichen werden, da die Auswirkungen des Tropensturms Hermine innerhalb der nächsten Tage überwunden sein sollten.

Nach und nach werden dann die noch wartenden Öltanker entladen, wodurch es in den kommenden Wochen zu Bestandsaufbauten in den USA kommen sollte. Dies würde die Ölpreise tendenziell belasten.

Damit könnte der Startschuss für sinkende Heizölpreise gegeben sein, wenn die Anzahl der preisstützenden Faktoren weiterhin abnimmt und das bestehende Überangebot am Ölmarkt verstärkt in den Fokus der Marktteilnehmer rückt.

Gemäß dem wöchentlichen Bericht von Baker Hughes ist die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in den USA weiter gestiegen und verzeichnet damit seit Ende Mai einen Zuwachs von 30 Prozent. Das ist ein Zeichen dafür, dass die US-Ölindustrie zumindest in bestimmten Bereichen wieder rentabel geworden ist.

Die Anzahl der aktiven US-Ölbohranlagen gilt am Markt als ein wichtiger Indikator für die zukünftige Entwicklung der Fördermenge in den USA. Ein signifikanter Rückgang der US-Ölförderung wird als einer der entscheidenden Punkte gesehen, die Angebot und Nachfrage am Ölmarkt wieder ins Gleichgewicht bringen sollen.

Deutlichere Preisrückgänge halten wir in der nächsten Woche jedoch für weniger wahrscheinlich. Insofern rechnen wir mit einem Heizölpreis, der sich in der Nähe von 50 Cent pro Liter bewegt. Sollte der Preis deutlich unter dieser Marke liegen, ergibt sich ein günstiger Kaufzeitpunkt.

Selbst bei 50 Cent pro Liter ist Heizöl weiterhin sehr günstig. Das sind 10 Prozent unter dem Preis vom September 2015 und sogar 40 Prozent unter dem von vor zwei Jahren.

Auf der anderen Seite bestehen auch Risiken, die schnell zu einem Preisanstieg führen können. Insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert, raten wir auf Nummer sicher zu gehen und so früh wie möglich Heizöl zu kaufen. Momentan sind kurzfristige Lieferzeiten fast überall machbar, aber zum Herbstbeginn zieht die Heizöl-Nachfrage erfahrungsgemäß deutlich an.

In jedem Fall empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.