Heizölpreise Trend und Prognose KW 37

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Der Heizölpreise Trend kennt momentan keine klare Richtung. Günstige Kaufzeitpunkte ergeben sich immer dann, wenn der Heizöl Tagespreis klar abwärts geht, da der nächste Anstieg dann im Grunde schon eingeplant werden muss. Grund dafür sind in erster Linie schwankende Ölpreise.

Heizölpreise Trend

Auch in der vergangenen Woche zeigt der Heizölpreis-Trend seitwärts. Seit Beginn des Monats schwanken die Tagespreise für eine 3.000 Liter Lieferung im bundesweiten Durchschnitt um die 50 Cent pro Liter Heizöl.

Damit folgen die Heizölpreise den Vorgaben der Ölpreise und des Eurokurses. Der Euro bewegt sich seit August in einer engen Handelsspanne zwischen 1,11 und 1,13 US-Dollar. Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, sinken mit einem steigenden Eurokurs die Importpreise für den Euroraum.

Ein ähnliches Bild kennzeichnet die Ölpreisentwicklung. Seit etwa einem Monat schwankt der Börsenpreis für das europäische Nordseeöl Brent zwischen 45 und 50 US-Dollar pro Barrel. Dabei bewegen sich die Ölpreise in einem Spannungsfeld aus einer kurzfristig steigenden und mittelfristig sinkenden Tendenz.

Stützend wirken derzeit insbesondere ein Rückgang der amerikanischen Ölbestände und die stetigen Ankündigen seitens der OPEC, die Fördermengen begrenzen zu wollen.

Nach dem starken Rückgang der amerikanischen Rohölbestände vor zwei Wochen, rechnete man am Markt eigentlich mit steigenden Beständen. Den Rückgang von 14,5 Millionen Barrel hatte man auf durch einen Tropensturm verursachte Importausfälle zurückgeführt und daher als temporär angesehen.

Die Bestände sinken jedoch weiter. Die Nachfrage ist rückläufig und  in den Raffinerien wird weniger Rohöl verarbeitet. Gleichzeitig steigen die Importe und auch die Rohölförderung nimmt zu. Dennoch werden Bestandsabbauten registriert. Eine schlüssige Begründung wie es dazu kommt gibt es aktuell noch nicht.

Die unsichere Situation spricht auch in naher Zukunft für schwankende Ölpreise. Unsicherheit besteht außerdem durch das nächste Woche anvisierte OPEC Meeting im Rahmen des International Energy Forums. Immer mehr Kommentare deuten auf eine scheinbare Einigung über die Einschränkung der Fördermengen hin.

Auf der einen Seite herrscht am Ölmarkt eine gewisse Skepsis, was Ankündigungen zu einer Begrenzung der Fördermengen angeht, nachdem im April eine Initiative dazu gescheitert war. Andererseits zeigen sich immer mehr Förderländer optimistisch, dass ein Kompromiss gefunden wird.

Heizölpreise Prognose

Angesichts der jüngeren Entwicklung bleibt die Heizölpreis-Prognose sehr vage. Wir gehen insgesamt davon aus, dass Heizöl vergleichsweise günstige bleibt. Dennoch besteht kurzfristig kein großes Abwärtspotenzial.

Mittelfristig wäre dies durchaus gegeben, da immer mehr Analysten ihre Ölpreis-Prognosen nach unten korrigiert haben. Das liegt in erster Linie daran, dass man die Entwicklung der Ölproduktion außerhalb der OPEC deutlich unterschätzt hatte.

Durch die zunehmende Effizienz bei der Ölproduktion wurde es möglich, Öl auch bei niedrigeren Ölpreisen wirtschaftlich zu fördern. Umstrukturierungen machten eigentlich teure Projekte auch bei Preisen unter 50 Dollar rentabel.

Genau das lässt auch die Skepsis gegenüber Produktionsbeschränkungen seitens der OPEC wachsen. Mit einer Preissteigerung würde die Ölförderung außerhalb der OPEC zunehmend wirtschaftlicher, weshalb Ölpreise über 50 Dollar in den nächsten Monaten nicht sehr wahrscheinlich sind.

Daneben liegen mit dem Iran, Libyen und Nigeria drei OPEC Mitglieder weit hinter ihren angestrebten Produktions- und Exportmengen. Diese Länder werden einer Begrenzung der eigenen Förderung auf aktuellem Niveau kaum zustimmen.

Aus Libyen und Nigeria kamen zuletzt positive Signale hinsichtlich wachsender Ölexporte. In Libyen haben sich die Regierung und eine Gruppierung welche die Export-Häfen kontrolliert darauf geeinigt, dass man kooperieren und die Exporte schnell steigern wolle. Das Angebot an libyschem Rohöl solle sich dadurch in den nächsten Wochen mehr als verdoppeln.

In Nigeria hatten sich Rebellen und die Regierung schon vor einiger Zeit auf eine Waffenruhe geeinigt. Schäden an den Produktionsanlagen wurden repariert und die Exporte steigen wieder.

Das Angebot am Ölmarkt könnte allein durch diese beiden Länder um über eine Million Barrel pro Tag steigen. Die Prognose für die gesamte OPEC Produktion lag bisher bei rund 33 Millionen Barrel pro Tag, wobei kaum jemand mit einer Produktionssteigerung in Libyen und Nigeria rechnete.

Zusammengefasst lautet unsere Empfehlung nur dann auf sinkende Heizölpreise zu spekulieren, wenn man noch ausreichend Heizöl im Tank hat. Insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert, raten wir auf Nummer sicher zu gehen und jetzt bereits Heizöl zu kaufen.

Heizöl ist und bleibt weiterhin sehr günstig. Zurzeit ist der Heizölpreis fast zehn Prozent günstiger als im September des letzten Jahres und sogar 40 Prozent günstiger als im September 2014. Kurzfristige Lieferzeiten sind fast überall machbar, aber zum Herbstbeginn zieht die Heizöl-Nachfrage erfahrungsgemäß deutlich an.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder ein heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie ohnehin mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit inkl. Postweg kann bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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