Heizölpreise Trend und Prognose KW 7

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Auch in der letzten Woche setzte der Ölpreis seine Berg- und Talfahrt fort. Ausschlaggebend für die starken Schwankungen waren unter anderem sich weiterhaltende Spekulationen um eine mögliche Produktionsbegrenzung Russlands und der OPEC. Eine klare Tendenz war dadurch beim Heizölpreis nicht zu erkennen.

Heizölpreise Trend

Der Preis für Heizöl war im Verlauf der letzten Woche starken Schwankungen ausgesetzt. So bewegte sich der Heizölpreis von 40,84€ bis 42,82€ pro 100 Liter Heizöl und damit in einer Spanne von bis zu zwei Euro.

Bei einer 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostete der Liter Heizöl im Durchschnitt zwei Cent mehr als noch die Woche zuvor. Neben leichten Verlusten beim Eurokurs wirkten sich besonders die Schwankungen der Ölpreise auf die Heizölpreisentwicklung aus.

Denn schon zum Beginn der Woche setzten sich die Spekulationen um eine koordinierte Kürzung der Ölfördermenge weiter fort. Aus Venezuela kam zunächst der Vorschlag, die aktuelle Produktionsmenge einzufrieren.

Am Dienstag trafen sich die Ölminister Saudi-Arabiens, Russlands, Venezuelas und Katars. Dort wurde Venezuelas Vorschlag aufgegriffen und mit dem Ergebnis der Deckelung der Förderung auf das Januar-Niveau beschlossen. Eine Bedingung sei dabei, dass alle Mitglieder der OPEC und auch Russland daran teilnehmen.

Im Hinblick auf den Iran maß man einer Einigung nur eine geringe Wahrscheinlichkeit bei. Denn im Januar wurden erst die Sanktionen gegen das Land aufgehoben, welche zuvor den Ölexport massiv erschwerten. Es scheint demnach unwahrscheinlich, dass der Iran freiwillig auf Marktanteile verzichten wird, die während der Sanktionen verloren gegangen sind.

Zwar solle es Sonderkonditionen für das Land geben, das konkrete Ausmaß blieb jedoch weiter unbekannt.

Zudem sahen immer mehr Analysten in der Fixierung der Januar-Fördermenge keine geeignete Maßnahme zur Reduzierung der Überversorgung. Sowohl in Russland als auch in dem Iran hat man im Januar nahe der Rekordmarke produziert. Mit der Deckellung auf diesem Niveau würde man laut einiger Experten das bestehende Überangebot lediglich fixieren.

Jedoch bewirkte die Tatsache, dass die OPEC Mitglieder umeinander scheinbar wieder zu Kooperationen bereit sind, eine preistreibende Stimmung im Wochenverlauf. Ende 2014 begannen die OPEC-Mitglieder mit dem internen Preiskampf. Eine Gesprächsbereitschaft deutet nun erste Schritte zu einer gemeinsamen Position an.  

Im weiteren Sinne kann dies als Signal für preisstabilisierende Maßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt gesehen werden.

Heizölpreise Prognose

Der Heizölpreis folgte in den letzten Wochen den starken Schwankungen beim Ölpreis. Auch in nächster Zeit wird es schwierig sein, eine treffende Ölpreisprognose abzugeben. Sowohl preisdrückende als auch preistreibende Faktoren beeinflussen den Ölpreis zum aktuellen Zeitpunkt.

So steht auf der einen Seite das mögliche OPEC-Abkommen mit Russland, dass die Fixierung der Fördermenge auf das Januar-Niveau vorsieht. Sollte dies tatsächlich eintreten, könnte das den Ölpreis zunächst stützen.

Analysten merken jedoch an, dass einige Produktionsanlagen und Projekte mit einem steigenden Ölpreis wieder rentabler werden würden. Eine Reduzierung des Überangebots würde damit nur sehr langsam von statten gehen.

Zudem müssten dem Abkommen zunächst alle Teilnehmer zustimmen. Demnach bleibt nun abzuwarten, ob und inwiefern der Iran an dem Vorhaben teilnimmt. Bei einer Teilnahme bleibt weiter spannend, in welcher Höhe dem Iran Sonderkonditionen zugesprochen werden. Denn die die Höhe entscheidet auch, in welchem Tempo das Überangebot abgebaut werden kann.

Auf der anderen Seite belasten die massiven US-Ölbestände den Preis für Öl. Auch  in der letzten Woche waren wieder Aufbauten zu verzeichnen. Es verdeutlicht erneut das aktuell bestehende Überangebot. Um in absehbarer Zeit auf eine ausgeglichene Marktbasis zurückkehren zu können, benötigt der Markt ein Eingreifen in Form einer Produktionskürzung.

Somit werden Spekulationen auch in der kommenden Woche einen starken Einfluss auf den Verlauf der Ölpreise nehmen. Dennoch wird der Preis für Heizöl auf absehbare Zeit günstig bleiben. Dass der Heizölpreis in der kommenden Woche wieder unter die 40 Cent Marke fällt, ist aus jetziger Sicht eher unwahrscheinlich.

Angesichts der konstant hohen Heizöl-Nachfrage sollte man mit zunehmend längeren Lieferzeiten rechnen. Zudem sind sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher regional schon jetzt nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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