Heizölpreise Trend & Prognose KW 13

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In der letzten Woche befand der Ölpreis sich wieder auf einer Berg- und Talfahrt. Drückte zunächst die Prognose weiterer US-Bestandsaufbauten die Ölpreisentwicklung, sorgte ein schwacher US-Dollarkurs im Wochenverlauf wieder für steigende Ölnotierungen. Die zunehmend sinkende Wahrscheinlichkeit einer Produktionsbeschränkung der großen Ölproduzenten belastete den Ölpreis jedoch tendenziell. Somit zeigt sich insgesamt ein fallender Wochentrend.

Heizölpreise Trend

Die sich abwechselnd auswirkenden Preisfaktoren sorgten in der letzten Woche für schwankende Ölpreise. Insgesamt ist das Preisniveau allerdings gesunken. So bewegte sich der Heizölpreis in einer Spannbreite von 44,58 Euro bis 45,96 Euro je 100 Liter. Im Durchschnitt war Heizöl etwa einen Euro günstiger als in der Vorwoche.

Entscheidende Einflussfaktoren für die Ölpreisentwicklung der vergangenen Woche waren zum einen die US-Ölbestände sowie das für den 17. April angekündigte Meeting der großen Ölproduzenten und der geschwächte Dollarkurs.

So drückten zu Beginn der Woche die vom American Petroleum Institute (API - größter Interessenverband der US-Öl- und Gasindustrie) prognostizierten Rohölbestandsaufbauten in den USA die Ölnotierungen. Das Departement of Energy (DOE - Energieministerium der Vereinigten Staaten) bestätigte diese Aufbauten, allerdings in geringerem Maße. Gering gesunkene Bestände in Cushing/Oklahoma, einem der wichtigsten Öllager der USA, dämpften eine allzu starke Abwärtsbewegung jedoch ab.

Zur Wochenmitte hin sorgte eine Aussage Janet Yellens für Bewegung am Markt. Die Vorsitzende der US-Notenbank Fed machte deutlich, dass dort in nächster Zeit nicht mit einer Fortsetzung des Zinsanhebungskurses zu rechnen sei. Dies drückte auf die amerikanische Währung, sodass das grundsätzlich in US-Dollar gehandelte Öl für Investoren außerhalb der USA günstiger wurde. Das Kaufinteresse stieg und infolgedessen auch der Ölpreis.

Allerdings bleibt der Markt zum aktuellen Zeitpunkt weiter überversorgt. Deshalb setzten viele Marktteilnehmer große Hoffnungen in das für den 17. April angesetzte Treffen der großen Ölproduzenten. Bei diesem Treffen besteht die Absicht, eine Drosselung der Ölfördermengen auf das Förderniveau vom Januar festzulegen.

Noch im März schienen die Aussichten auf eine Einigung sehr gut. Marktteilnehmer interpretierten die Spekulationen um eine Produktionsbeschränkung daher als eine sich zukünftig verknappende Marktlage. Die Folge war ein rasant steigender Ölpreis, ohne das sich an der tatsächlichen Marktlage etwas geändert hatte. Jedoch nahmen die Zweifel an einer tatsächlichen Einigung im Wochenverlauf zu.

So sagten sowohl Libyen als auch der Iran der Teilnahme an einem Abkommen ab. Allerdings wird diesen beiden Ländern das größte Produktionssteigerungspotenzial zugesprochen. Eine Einigung der restlichen Länder könnte somit von diesen beiden Ländern kompensiert werden, womit ein Abkommen sinnlos erscheint. Zum Ende der Woche kündigte Libyens Regierung dann auch die Wiederinbetriebnahme seiner Exportanlagen an.

Dem hinzu kam, das Kuwait und Saudi-Arabien ankündigten, ein gemeinsames Ölfeld wieder in Betrieb zu nehmen. All dies erweckt nicht den Anschein, dass die großen Ölproduzenten an einer Reduzierung der Ölfördermengen interessiert sind. Auch Russland meldete für den Monat gestiegen Produktionszahlen. So wurde dort im März so viel produziert, wie seit 30 Jahren nicht mehr.

Zum aktuellen Zeitpunkt scheint eine Produktionsbeschränkung der großen Ölproduzenten also eher unwahrscheinlich. Dementsprechend startete der Ölpreis etwas geschwächt in die neue Woche.

Heizölpreise Prognose

In der letzten Woche konnte der Heizölpreis zum Teil vom gestärkten Euro profitieren. Denn der schwache US-Dollar machte den Kauf von Öl aus Europa günstiger. Es bleibt aber auch für die nächste Zeit schwierig, eine treffende Preisprognose abzugeben. Denn der Markt reagiert zurzeit sehr sensibel auf neue Meldungen.

Zwar scheinen die Spekulationen um eine Produktionsbeschränkung derzeit ausgepreist. Sollten jedoch neue eindeutige Signale aufkommen, die für eine Einigung der wichtigen Ölproduzenten sprechen, sind extreme Reaktionen am Markt nicht unwahrscheinlich. Denn bereits im letzten Monat hat jeder noch so kleine Hinweis auf Produktionskürzungen den Ölpreis gestützt, da Marktteilnehmer sich vor möglichen Preisanstiegen absichern wollten.

Allerdings weisen immer mehr Analysten auf die fehlende Effektivität einer Fixierung der Fördermengen hin. Das Einfrieren auf Januar-Niveau setzt an einem sehr hohen Level an und würde die Überproduktion nur fixieren. Es würde also auch weiterhin mehr produziert werden, als tatsächlich benötigt.

Auch die US-Ölbestände bleiben weiter im Fokus der Beobachter. Denn die Lagerkapazitäten in den USA stoßen fast an ihre Kapazitätsgrenzen. Sollten diese tatsächlich erreicht werden, ist mit einem massiven Preissturz zu rechnen. Dann bliebe den Händlern nichts anderes übrig, als ihr Öl mit starken Rabatten zu vermarken, um wieder Platz zu schaffen.

Für die nächste Woche bleibt nun abzuwarten, inwiefern weiter um mögliche Produktionskürzungen spekuliert wird und ob die USA weitere Bestandsaufbauten zu verzeichnen hat. Dementsprechend sind Schwankungen beim Heizölpreis auch in dieser Woche nicht unwahrscheinlich.

Die Heizöl-Nachfrage hat in letzter Zeit stark nachgelassen. Dementsprechend ist nur noch in wenigen Regionen mit längeren Lieferzeiten zu rechnen.

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