Heizölpreise Trend und Prognose KW 14

11. April 2016

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Deuteten sich zum Wochenbeginn noch deutliche Abwärtssignale an, konnten sinkende US-Rohölbestände sowie eine dort etwas gesunkene Ölförderung den Preisverfall abfangen. Zum Wochenende stieg der Ölpreis dann wieder. Trotzdem war Heizöl in der letzten Woche tendenziell günstiger als in der Woche zuvor.

Heizölpreise Trend

Auch in der vergangenen Woche schwankte der Ölpreis und erreichte zweitweise sogar den tiefsten Stand der letzten vier Wochen. So bewegte sich die Notierung für ICE Gasoil, dem maßgeblichen Indikator für den inländischen Heizölpreis, kurzfristig auf einem Niveau von 314 US-Dollar je Tonne. Zum Ende der Woche zogen die Ölpreise dann jedoch wieder an, sodass sich ICE Gasoil mit 354,75 US-Dollar je Tonne ins Wochenende verabschiedete.

Entscheidend für die Ölpreisentwicklung der letzten Woche waren zum einen das anstehende Meeting der großen Ölproduzenten, sowie die US-Ölindustrie.

So startete die Woche mit einer deutlich sinkenden Wahrscheinlichkeit für ein Abkommen der OPEC mit anderen großen Ölproduzenten. Allerdings hatte die Aussicht auf eine Einigung die Preisrallye der letzten Wochen angeheizt. Nun stellte jedoch Saudi-Arabien plötzlich die Bedingung einer Beteiligung des Irans. Da dieser sich weiterhin dagegen wehrt, bestand in den Augen vieler Marktteilnehmer kaum mehr eine Chance auf eine Einigung bei dem geplanten Treffen am 17. April.

Bei diesem Sondermeeting, an dem unteranderem Russland und Saudi-Arabien teilnehmen werden, soll die Fixierung der Produktion auf ein bestimmtes Niveau festgelegt werden. Doch zum aktuellen Zeitpunkt scheint eine Einigung eher unwahrscheinlich, zumal Analysten in der Fixierung keine geeignete Maßnahme zur Reduzierung des bestehenden Überangebots sehen. Mit der sinkenden Wahrscheinlichkeit auf ein Abkommen der großen Ölproduzenten sank auch der Ölpreis.

Jedoch wurde ein allzu starker Preisverfall von den aktuellen Daten zur US-Ölindustrie abgefangen. So prognostizierte das American Petroleum Institute (API - größter Interessenverband der US-Öl- und Gasindustrie) am Dienstag deutlich sinkende US-Rohölbestände. Diese wurden am Tag darauf vom Departement of Energy (DOE - Energieministerium der Vereinigten Staaten) bestätigt. Dies stoppte den fallenden Ölpreis zunächst und sorgte zum Ende der Woche dann auch wieder für steigende Notierungen.

Allerdings bleiben Marktteilnehmer weiterhin skeptisch, was das Treffen der großen Ölproduzenten diesen Sonntag angeht. Denn zurzeit macht es nicht den Anschein, als wollten die die großen Ölproduzenten tatsächlich die Fördermengen kürzen.

Stattdessen kündigten Kuwait und Saudi-Arabien an, ein gemeinsam betriebenes Ölfeld wieder zu aktivieren. Der Iran weitet seine Exporte weiter aus und Russland meldete für den Monat März die höchste Fördermenge der letzten 30 Jahre. Von Produktionskürzung also keine Spur.

Jedoch überwogen die Einflüsse der Bestandsabbauten sowie der sinkenden US-Ölförderung. Hinzu kam am Freitag eine weiter sinkende Anzahl aktiver US-Förderanlagen, sodass der Ölpreis gestärkt ins Wochenende ging.

Heizölpreise Prognose

Entsprechend der Schwankungen beim Rohölpreis, schwankte auch der Heizölpreis. So bewegte sich der Preis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt in einer Preisspanne von 41,83 Euro und 43,43 Euro je 100 Liter und schwankte somit um mehr als 1,50 Euro. Insgesamt war Heizöl allerdings etwas mehr als zwei Cent je Liter günstiger, als in der Vorwoche.

Für diese Woche bleibt das anstehende Treffen der großen Ölproduzenten ein brisantes Thema.

Zwar scheint es aktuell sehr unwahrscheinlich, dass die sich die teilnehmenden Produzenten einigen. Jedoch sehen einige Marktteilnehmer in der scheinbaren Gesprächsbereitschaft die Möglichkeit von beschränkenden Maßnahmen in der Zukunft. Dies stützt den Ölpreis derzeit etwas.

Im Hinblick auf die Ölförderung in den USA bleibt abzuwarten, was das DOE am Mittwoch melden wird. Sollte die geförderte Menge unter die psychologische Grenze von neun Millionen Barrel am Tag fallen, könnte dies ein den Ölpreis stützendes Argument sein.

Jedoch rechnen viele Analysten mit steigenden US-Rohölbeständen in dieser Woche. In der letzten Woche waren die Rückgänge unteranderem durch Lieferverzögerungen bedingt. Dementsprechend gehen einige am Markt nun davon aus, dass die ausgebliebenen Lieferungen der letzten Woche in dieser Woche zusätzlich anfallen werden, was die Ölbestände wieder steigen lassen könnte. Damit wäre ein sinkender Ölpreis nicht unwahrscheinlich.

Für die Ölpreisentwicklung der kommenden Wochen bleibt somit spannend, was das Treffen am Sonntag ergeben wird. Eine deutlichere Tendenz könnte sich dann in der nächsten Woche ergeben. Während eine wie auch immer ausfallende Begrenzung der Fördermengen die Ölpreise wohl stützen würde, könnte das Ausbleiben einer Einigung  zu einer Abwärtsbewegung führen.

Da die Heizöl-Nachfrage in letzter Zeit stark nachgelassen hat, sind kurzfristige Lieferzeiten fast überall möglich.

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