Heizölpreise Trend und Prognose KW 15

Heizoelpreis gestiegen kw15 2016

Die Heizölpreise sind in der vergangenen Woche um fast drei Cent pro Liter Heizöl gestiegen. Vor dem entscheidenden Treffen wichtiger Ölproduzenten in Quatar herrschte große Unsicherheit am Ölmarkt. Nun ist klar, eine Deckelung der Ölfördermengen wird es vorerst nicht geben.

Heizölpreise Trend

Seit Anfang des Monats April befinden sich die Heizölpreise im Aufwärtstrend. Der Preis ist in dieser Zeit um über fünf Cent pro Liter Heizöl gestiegen und damit dem Ölpreis gefolgt. Am Ölmarkt wurde über mögliche Produktionsbeschränkungen spekuliert. Ein Treffen wichtiger Ölproduzenten dazu wurde immer wieder in Aussicht gestellt. Am vergangenen Sonntag hat dieses Treffen nun tatsächlich stattgefunden.

Zunächst schien es, dass wichtige Ölproduzenten wie Russland und Saudi-Arabien eine Fixierung der Fördermenge auf das Niveau vom Januar festlegen werden. Allerdings nahm die Wahrscheinlichkeit dazu in den letzten Wochen stetig ab.

Zuletzt hatten einige potenziell teilnehmende Produzenten ihre Fördermengen weiter gesteigert. So verzeichnete Russland im März die höchste Produktionsmenge der letzten 30 Jahre. Dies machte eher nicht den Anschein, dass tatsächlich Interesse an einer Reduzierung der Fördermenge besteht.

Zudem weigern sich der Iran und Libyen, an den Maßnahmen teilzunehmen. Krieg und Sanktionen hatten den dortigen Ölexport massiv behindert. Beide Länder zielen nun zunächst darauf ab, die früheren Fördermengen wieder zu erreichen. Danach seien sie eventuell dazu bereit, über Beschränkungen zu sprechen.

Trotzdem trieb die Aussicht auf dieses Sondermeeting die Ölpreise in die Höhe. Händler sahen allein in der grundsätzlich bestehenden Gesprächsbereitschaft der Produzenten das Potenzial, dass eine das akute Überangebot an Öl beschränkende Maßnahme in Zukunft folgen könnte.

Bis zum Sonntag war also eigentlich unklar, wer sich bei diesem Treffen mit wem auf was einigen könnte. Fest stand im Grunde nur, dass dieses Treffen gestern stattfinden wird. Ansonsten bestimmten Spekulationen und widersprüchliche Aussagen den Inhalt der Berichterstattung. Jetzt herrscht Gewissheit, man konnte sich überhaupt nicht einigen!

Nach allem was bisher bekannt wurde, scheiterte ein Abkommen an Saudi-Arabien. Das Land war nicht bereit Förderbeschränkungen zuzustimmen, ohne dass sich der Iran daran beteiligt. Das ist nur insofern überraschend, da es seitens Saudi-Arabiens in letzter Zeit anders verlautende Aussagen dazu gab.

Der Iran hat von Anfang an klar gemacht, dass eine Beschränkung der Produktion erst dann diskutabel wäre, wenn die Fördermenge das Niveau vor dem Ölembargo erreicht. Da der Iran davon im Moment noch weit entfernt ist, sah man auch keine Notwendigkeit sich an dem Meeting in Doha zu beteiligen.

Die Voraussetzungen waren also klar, daher sehen Marktteilnehmer nach dem gescheiterten Abkommen auch in erster Linie die OPEC als großen Verlierer. Das Kartell habe massiv an Glaubwürdigkeit verloren.

Heizölpreise Prognose

Theoretisch spricht im Moment vieles für sinkende Heizölpreise. Perspektivisch könnten die Ölpreise nach dem gescheiterten Meeting der Förderländer weiter nachgeben. Das ist jedoch nicht sicher.

Für viele Experten war von vornherein klar, dass die Begrenzung der Produktion auf Rekordmengen die Überversorgung kaum reduziert hätte. Es bleibt daher abzuwarten, wie weit die Ölpreise allein durch ein Ende der Spekulationen über mögliche künftige Förderkürzungen sinken werden.

Stützend wirkt aktuell neben der rückläufigen amerikanischen Ölproduktion ein Streik der Arbeiter in der kuwaitischen Ölindustrie. Durch die Arbeitsniederlegung soll die dortige Ölproduktion um über 60 Prozent gesunken sein.

Der Ausfall entspricht einer Größenordnung von über anderthalb Millionen Barrel Rohöl pro Tag. Da zuvor etwa zwischen ein bis zwei Millionen Barrel pro Tag mehr produziert als verbraucht wurden, würde alleine dieser Ausfall die Überversorgung kompensieren.
 

Produktionsausfälle auf der einen Seite und das gescheiterte Meeting der Ölproduzenten auf der anderen Seite. Kurzfristig könnten sich die Ölpreise dadurch mehr oder weniger seitwärts bewegen.

Da auch beim Eurokurs keine Höhenflüge zu erwarten sind, gehen wir nicht davon aus, dass der Heizölpreis in dieser Woche signifikant sinken wird.

Aufgrund der nach wie vor mehr als komfortablen Versorgungslage am Ölmarkt, rechnen wir nicht mit nachhaltig steigenden Preisen für Heizöl. Wer noch genügend Heizöl im Tank hat, kann durchaus auf sinkende Heizölpreise spekulieren. Kurzfristige Lieferzeiten sind fast überall verfügbar.

Wir empfehlen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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