Heizölpreise Trend und Prognose KW 18

11. Mai 2016

Heizoelpreis gestiegen kw-18-2016

Heizöl-Käufer profitierten in der vergangenen Woche vom kurzzeitigen Höhenflug des Euro. Der Heizölpreis konnte über die ganze Woche nachgeben – wenn auch nur mäßig. Der Liter Heizöl kostet aktuell etwa 48 Cent.

Heizölpreise Trend

Der Heizölpreise Trend zeigt seit Anfang April deutlich aufwärts. Heizöl-Kunden blicken daher auf eine angenehmere Woche zurück.

Der Heizölpreis ist nach Erreichen des bisherigen Jahreshöchststandes zum Anfang des Mais wieder gesunken.

Verantwortlich dafür sind sowohl Rückgänge des Ölpreises, wie auch der kurzzeitige Höhenflug des Euro. Während der Ölpreis Brent innerhalb des letzten Monats um insgesamt 10 US-Dollar gestiegen ist, blieb er in der vergangenen Woche jedoch im Durchschnitt bei 45,50 US-Dollar stehen.

Meldungen, wie die erstmaligen erfolgreichen Rohölexporte des Iran nach Europa und ein genereller Anstieg der OPEC-Produktion im April, führten zum Beginn der Woche zunächst zu einer Preissenkung. Bereits im Vorhinein rechneten Marktteilnehmer mit einer ansteigenden Fördermenge, weil verschiedenste Wartungen an Produktionsanlagen im April abgeschlossen sein sollten.

Ebenso drückte die Erwartung von hohen Bestandsmengen in den USA den Preis. Produzenten in den USA hatten in den letzten Monaten bereits gezeigt, dass sie trotz der sinkenden Anzahl an Produktionsanlagen, noch nicht gezwungen waren ihre Förderung im gleichen Maße zu senken.

Desweiteren veröffentlichte China am Beginn der Woche Wirtschaftszahlen, die unter den Erwartungen des Marktes lagen. Der dadurch zu befürchtende langsamere Anstieg der nachgefragten Menge des zweitgrößten Ölimporteurs, ist ein weiterer belastender Faktor für die Ölpreise.

Zur Mitte der Woche schienen sich jedoch alle Erwartungen ins Gegenteil zu wandeln.

Zunächst konnte der Euro seine Gewinne gegenüber dem US-Dollar nicht behaupten und gab spürbar nach. Das verteuerte das in Dollar gehandelte Öl für europäische Abnehmer und stoppte damit weitere Preissenkungen beim Heizöl, sodass der Heizölpreis zum Ende der Woche weitgehend unverändert blieb.

Aufgrund von immer noch andauernden Wartungsarbeiten oder neu auftretender Probleme in Nigeria, Venezuela, Irak und Kuwait sind diese Länder weiterhin in ihren Förderkapazitäten begrenzt.

Zwar stiegen die Produktionsmengen Saudi-Arabiens und die Exportmengen des Iran, jedoch blieb so die gesamte angebotene Menge am Markt hinter den Erwartungen der Teilnehmer zurück.

Zum Ende der Woche kam noch ein Rückgang der Ölförderung in Kanada dazu. Grund dafür waren die bis zum heutigen Tag immer noch vorherrschenden Waldbrände in der Nähe von Produktionsanlagen.

Zunächst wurde eine Minderproduktion von bis zu einer Millionen Barrel Rohöl am Tag. Diese Mengen würden den amerikanischen Raffinerien fehlen, dem Hauptabnehmer der kanadischen Ölexporte.

Heizölpreise Prognose

Produktionsausfälle können momentan als hauptsächlicher Grund genannt werden, dass die Ölpreise nicht weiter fallen. Insbesondere die Waldbrände in Kanada, führen aktuell noch zu signifikanten Einschnitten auf der Angebotsseite.

Aufgrund der Produktionsausfälle scheint sich der Ölpreis oberhalb der 40-Dollar-Marke festzusetzen. In den USA ist die saisonale Wartung der meisten Raffinerien beendet, die Ölnachfrage steigt dadurch in der Regel, auch um die erhöhte Benzinnachfrage in der bald beginnenden Fahrsaison zu decken.

Die amerikanischen Ölbestandsdaten werden daher verstärkt in den Fokus der Händler rücken. Steigt die Nachfrage und sinken die Lagerbestände,  könnte sich der Ölpreis bis zur Jahresmitte bei hohen Schwankungen auf dem aktuellen Niveau einpegeln.

Auf der anderen Seite bleibt das Aufwärtspotenzial der Ölpreise aber begrenzt. Enttäuschende Konjunkturdaten aus China deuten auf eine Verlangsamung des Ölnachfragewachstums hin.  Zudem  verkündete der Iran, dass seine Ölproduktion stetig wachse und man dem selbst gesteckten Ziel einer Förderung von vier Millionen Barrel täglich bereits sehr nahe sei.

Der Heizölpreis pendelt seit Monatsbeginn um die 48 Cent Marke. Im Moment spricht wieder weniger für signifikant nachgebende Ölpreise und auch der Eurokurs bewegt sich kaum. Wir rechnen daher auch im weiteren Wochenverlauf nicht mit deutlich sinkenden Preisen für Heizöl.

Schwankungen von ein bis zwei Cent pro Liter Heizöl sind aber immer möglich. Wir empfehlen daher unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.