Heizölpreise Trend und Prognose KW 25

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Die Entwicklung des Öl- und Heizölpreises wurde in der vergangenen Woche fast ausschließlich durch die vorherrschende Stimmung bezüglich des Brexit und dem Ergebnis des Referendums am Ende der Woche bestimmt. Fast 52 Prozent haben für einen Austritt Großbritanniens aus der EU gestimmt, wodurch der Ölpreise im Verlauf des Freitag deutlich sank.

Heizölpreise Trend

Zum Beginn der letzten Woche war die Stimmung an den Finanz- und Rohölmärkten noch hauptsächlich positiv. Zuletzt hatten Marktteilnehmer ein geringeres Risiko für einen Brexit prognostiziert.

Nachdem bereits in der Woche davor die Befürworter der EU in den Hochrechnungen zunehmend häufig vorne lagen, schlossen sich auch die Ölbörsen diesen Erwartungen an und der Ölpreis stabilisierte sich.

Am Freitagmorgen nach Auszählung aller Stimmen stand jedoch fest, dass die Briten sich schlussendlich für einen Austritt Großbritanniens aus der EU entschieden hatten.

Als Folge dessen fielen sowohl die Wechselkurse des Pfund und des Euro aber auch der Ölpreis. Der Pfund erreichte dabei sein tiefstes Niveau seit elf Jahren, der Euro ist gerade noch 1,10 US-Dollar wert und der Ölpreis hatte so hohe Verluste wie zuletzt Anfang Januar diesen Jahres.

Viele Experten sehen im Brexit das Risiko einer schwächeren Wirtschaftsleistung der Eurozone und infolgedessen auch einer geringeren Ölnachfrage.

In den USA ist bereits die dritte Woche in Folge die Anzahl der Ölproduktionsanlagen gestiegen. Deswegen gehen einige Marktteilnehmer nun von einer geringer ansteigenden Nachfrage an den Ölmärkten aus.

Die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen gilt als ein Indiz für die künftige Entwicklung der US Ölförderung, die in der Regel jedoch zeitlich klar verzögert folgt. Eine geringere Nachfragemenge der USA an den weltweiten Rohölmärkten würde für einen sinkenden Ölpreis sprechen.

Heizölpreise Prognose

Eine zunehmende Anzahl an Analysten erwartet in der zweiten Jahreshälfte eine Überversorgung am Markt. Manche prognostizieren sogar, dass der Ölpreis unter die 40 US-Dollar Marke fällt.

Das könnte passieren, wenn zum Beginn des Herbsts die erhöhte Sommernachfrage der USA nachlässt und die Produzenten weltweit ihr derzeitiges Förderniveau halten

Auch derzeitige Meldungen über einen Waffenstillstand in Nigeria oder Produktionserhöhungen Kanadas nach Erlischen der dortigen Waldbrände sprechen dafür. Die daraus resultierenden höheren Angebotsmengen am Rohölmarkt sind preisdrückende Faktoren, wie eine sinkende Nachfrage.

Ähnliches war auch im Vorjahr zu beobachten als einem starken Anstieg der Heizölpreise in der ersten Jahreshälfte, eine deutliche Gegenbewegung in der zweiten Jahreshälfte folgte. Jedoch sind das bloß Erwartungen und wer sicher gehen will, sollte bereits jetzt Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf Preisrückgänge in der zweiten Jahreshälfte zu spekulieren.

Auf der anderen Seite warnen Experten aber auch davor, dass einer Preissenkung unvermeidlich auch wieder ein Anstieg folgen wird.

Zum Jahresende beziehungsweise mit Beginn 2017 könnte sich der Ölpreis demnach auch wieder über der 50 US-Dollar Marke einpendeln. Also in einem Bereich in dem auch die US-Schieferölindustrie nach eigenen Angaben wieder rentabel fördern kann.

Deshalb ist es für uns im Hinblick auf den Heizölpreis nach derzeitigem Stand betrachtet sehr wahrscheinlich, dass sich der Heizölpreis oberhalb der 50 Cent hält und sich womöglich sogar den 60 Cent annähert.

Unsere Empfehlung lautet daher: Wer in den nächsten Tagen Heizöl benötig, sollte genau beobachten, ob der Ölpreis unter der 50 US-Dollar Marke bleibt oder wieder ansteigt.

Schwankungen von ein bis zwei Cent pro Liter Heizöl sind aber jederzeit möglich. Wir empfehlen daher unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

 

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