Heizölpreise Trend und Prognose KW 30

3. August 2016

Heizoelpreis-gesunken-kw30

In der letzten Woche kannten die Heizölpreise nur eine Richtung: Nach unten. Der Preis pro Liter Heizöl ist um fast drei Cent gesunken und die Heizölpreis Prognose bleibt weiterhin günstig. Die Ölpreise behalten ebenfalls eine weiche Tendenz.

Heizölpreise Trend

In der letzten Woche erreicht der durchschnittliche Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard-Heizöl-Lieferung täglich ein neues 3-Monatstief. Insgesamt fiel der Heizölpreis um fast 3 Cent pro Liter Heizöl und der Trend zeigt weiterhin abwärts.

Die günstige Entwicklung des Heizölpreis-Trends wurde unter anderem durch einen ansteigenden Eurokurs unterstützt. Dieser hat seit Beginn der letzten Woche eine Aufwärtsbewegung zu verzeichnen, begründet vor allem durch schwache Wirtschaftsdaten aus den USA.

Ebenfalls für die weiche Tendenz der Heizölpreise verantwortlich ist die weiterhin ansteigende Anzahl der aktiven US-Ölbohranlagen. Seit zwei Monaten steigt die Anzahl der Anlagen bereits und Marktteilnehmer gehen aufgrund eines Anstiegs um mittlerweile fast 20 Prozent davon aus, dass der Rückgang der US-Ölindustrie damit beendet ist.

Die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in den USA ist für den Rohölmarkt ein wichtiger Indikator der zukünftigen US-Ölförderung. Sollte die geförderte Menge tatsächlich ähnlich der Anzahl der Anlagen steigen, würde das daraus resultierende höhere Angebot die Ölpreisentwicklung wohl weiter belasten.

Auch der Ölpreis der europäischen Rohölsorte Brent sank auf einen neuen Tiefststand. Je Barrel wurde der Index zu diesem Zeitpunkt für 42,70 US-Dollar gehandelt. Nach einer Preissenkung um insgesamt zehn Prozent in den zwei vorangegangenen Wochen, war Rohöl damit so günstig, wie zuletzt Anfang April.

Eine Nachricht, die in der Vorwoche sehr überraschte war die Meldung des US-Energieministeriums über einen Anstieg der Ölbestände in den USA. Aufgrund einer üblicherweise starken Treibstoff-Nachfrage, verarbeiten die Raffinerien in den Sommermonaten mehr Rohöl. Das führt in der Regel zu sinkenden Ölbeständen.

Die Sorge einer daher in naher Zukunft geringeren Raffinerieauslastung und der damit verbundenen sinkenden Öl-Nachfrage belastete die Ölpreise in der Mitte der Woche deutlich.

Desweiteren stiegen trotz sinkender Produktion die Benzin-Vorräte weiter an. Das wirkte sich ebenfalls besonders preisdrückend aus, da die Überversorgung im Produktbereich zu Lageproblemen führt und die Händler dazu zwingt günstiger zu verkaufen.

Heizölpreise Prognose

Die Heizölpreis Prognose sieht weiterhin günstig aus. In der letzten Woche wurde erneut ein 3-Monatstief erreicht, jedoch bleibt das Erreichen der Tiefststände aus dem Januar für uns weiterhin unwahrscheinlich. Dennoch sollte der Heizölpreis sich mittelfristig unter 50 Cent pro Liter Heizöl halten können.

Die anhaltende Überversorgung auf dem Produktmarkt (Benzin, Diesel, Heizöl) bleibt weiterhin einer der hauptsächlich preisdrückenden Faktoren.

Für die Ölpreise außerdem kritisch könnte das zeitnahe Ende der Fahrsaison im Herbst sein. Üblicherweise sinken nach Ende dieser Periode der Spritverbrauch und damit auch die Öl-Nachfrage.

Raffineriebetreiber nutzen diese Zeit oftmals für Wartungsarbeiten. Die dadurch sinkende Rohöl-Nachfrage der Raffinerien würde den Ölpreis dann ebenfalls belasten.

Während der Wartungsarbeiten im Herbst könnten die bereits ungewöhnlich hohen Benzin-Vorräte dann noch stärker steigen. Aufgrund des Mangels an Lagerplatz kann es dann dazu kommen, dass Händler versuchen ihre Produkte noch günstiger zu verkaufen.

Zusätzlich ist die US-Ölförderung bei den kürzlich erreichten Jahreshochs der Ölpreise zunehmend rentabel geworden. In Folge dessen ist mit einer steigenden US-Ölförderung zu rechnen. Das ist auch an dem Anstieg der Anzahl der aktiven Öl-Bohranlagen zu sehen. Diese Anzahl hat sich in den letzten zwei Monaten um über 20 Prozent erhöht.

Auch die Steigerung der Ölproduktionen der OPEC-Mitgliedsstaaten wird kurz- bis mittelfristig dazu beitragen, dass die Überversorgung am Ölmarkt nicht abgebaut werden kann. Solange wird vermutlich auch die Prognose für die Öl- und Heizölpreise günstig bleiben.

Erst zum Jahreswechsel könnten sich die Ölpreise nach Meinung vieler Analysten wieder über der 50 US-Dollar Marke einpendeln, wenn bis dahin Angebot und Nachfrage am Ölmarkt weiter angenähert haben.

Wenn Sie in Kürze Heizöl benötigen lautet unsere Empfehlung: Beobachten Sie die Heizölpreisentwicklung der nächsten Tage und nutzen Sie bei einem weiteren Preisrückgang den dann günstigen Kaufzeitpunkt.

Mit jeder weiteren Abwärtsbewegung der Ölpreise werden auch die belastenden Faktoren eingepreist und verlieren damit zunehmend an Wirkung. Das macht eine Gegenbewegung wahrscheinlicher.

Wer sicher gehen will, sollte daher jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen. Aktuell spart man verglichen mit dem Vorjahr bereits über 100 Euro beim Kauf einer Menge von 1.000 Litern Heizöl.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.