Heizölpreise Trend und Prognose KW 41

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Die Heizölpreise stiegen im Laufe der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit einem Monat. Auslöser war die Ölpreisentwicklung in Folge der Monatsreports von EIA und OPEC. Beide Institutionen gehen von einem reduzierten Angebot aus und erhöhten gleichzeitig die Prognose zur Ölnachfrage für das kommende Jahr.

Heizölpreise Trend

Der Trend der Heizölpreise zeigte in der vergangenen Woche deutlich aufwärts. Der durchschnittliche Preis für eine 3.000 Liter Standardlieferung stiege im bundesweiten Durchschnitt erstmals seit ca. einem Monat wieder über 57 Cent pro Liter.

Ausschlaggebend für die Preisentwicklung waren gestiegene Ölpreise. Der europäische Ölpreis-Index Brent stieg um über 10 Prozent auf über 53 US-Dollar pro Barrel. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil stieg um fast 30 Dollar auf 490 US-Dollar pro Tonne.

Der Monatsbericht der EIA (Amt für Energiestatistik innerhalb des US-amerikanischen Energieministeriums) hatte einen erneuten Rückgang der US Ölförderung aufgezeigt. Desweiteren hat die EIA das globale Ölangebot für 2015 und 2016 nach unten korrigiert und im Gegenzug die Nachfrageprognose angehoben.

Für 2015 wird mit dem größten Investitionsrückgang in der Geschichte der Ölbranche gerechnet. Die Investitionen sollen um bis zu 20 bis 22 Prozent abnehmen. Auf lange Sicht ergebe sich daraus ein verlangsamtes Produktionswachstum, ein daraufhin reduziertes Angebot und im Endeffekt steigende Preise.

Luftangriffe Russlands in Syrien haben zudem die Risikoprämie im Ölpreis steigen lassen. Das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Russland und den USA wird zusätzlich belastet. Daneben fühle sich auch die Türkei von der russischen Aktivität im Nachbarland bedroht.

Der Ölpreisanstieg lässt sich mit der Situation des bewaffneten Konflikts im Nahen Osten erklären. So besteht am Markt die Angst, der Konflikt in Syrien könnte sich ausweiten und auf andere Länder übergreifen. In dieser Region liegt ein Großteil der Ölförderanlagen der OPEC. Ein Übergreifen könnte sich dann auf die Ölindustrie auswirken. Deswegen sicherten sich einige Händler vor zukünftigen Preisanstiegen ab.

Etwas abgefangen wurde der Anstieg der Ölpreise durch den gestärkten Eurokurs. Da Öl grundsätzlich in Dollar gehandelt wird, wird es für Investoren außerhalb der USA tendenziell günstiger, wenn der Dollarkurs verliert. Der Euro stieg über die 1,13 US Dollar Marke, der höchste Stand seit Mitte September.

Der Dollar steht unter anderem nach der vom IWF (Internationaler Währungsfond) abgesenkten Wachstumserwartung für die Weltwirtschaft unter Druck. Auch die größte Volkswirtschaft bleibt von der schwächelnden Weltkonjunktur nicht unberührt. Ein zuletzt deutlicher Anstieg des Defizits in der US-Handelsbilanz verdeutlicht dies. Das schürt wiederum Spekulationen über eine Verschiebung der von der amerikanischen Notenbank noch für dieses Jahr geplanten Zinswende.

Heizölpreise Prognose

Die Prognose für die Heizölpreise bleibt grundsätzlich günstig. Die jüngste Vergangenheit zeigt, dass es beim Ölpreis nicht zu einem nachhaltigen Anstieg kommen konnte. Der Ölmarkt ist und bleibt erst mal überversorgt. Wenn mehr Produkt vorhanden ist als abgenommen werden kann, braucht es signifikante Faktoren um die Preise nachhaltig in die Höhe zu treiben. Im Moment resultierte der Preisanstieg eher aus Prognosen und Befürchtungen.

Natürlich spiegelt ein börsengehandeltes Produkt immer eine gewisse Erwartung in zukünftige Entwicklungen wieder. Dennoch ist entscheidend, dass aktuell mehr Öl gefördert wird, als abgenommen bzw. verbraucht werden kann. Das führt entweder zu steigenden Beständen oder dazu, dass wieder verkauft wird, um Gewinne aus dem Preisanstieg zu realisieren.

Man davon ausgehen, dass auf einen kurzfristigen Anstieg der Ölpreise eine Gegenreaktion folgt, insofern sich die Gründe für den Anstieg relativieren. Prognosen können sich dabei sich schneller ändern, als die aktuelle Marktsituatution bezogen auf Angebot und Nachfrage. Da sich auch der Eurokurs stabilisiert hat und eventuell weiter steigen könnte, spricht im Moment vieles dafür, dass der Heizölpreis wieder etwas sinken könnte.

Entscheidend für die Öl- und damit auch Heizölpreisentwicklung 2016 werden voraussichtlich folgende Themen sein:

  • Wie entwickeln sich Wirtschaftswachstum und Ölnachfrage in China?
  • Wann und in welchem Umfang kommen Öllieferungen aus dem Iran?
  • Wie stark sinkt die Ölfröderung durch den Rückgang der Investitionen in der Ölbranche?

Derzeit können diese Fragen noch nicht eindeutig beantwortet werden. Bis sich am Markt eine Überzeugung zu diesen Faktoren durchgesetzt hat, wird vor allem die aktuelle Marktlage das Preisniveau maßgeblich beeinflussen.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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