Heizölpreise Trend und Prognose KW 52

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Der kurzfristige Heizölpreis-Trend zeigt momentan seitwärts. Der durchschnittliche Heizölpreis liegt weiterhin bei 45 Cent pro Liter Heizöl. Von einer längerfristigen Bodenbildung am Ölmarkt ist momentan eher nicht auszugehen, vieles deutet auf einen anhaltenden Preisdruck zu Beginn des neuen Jahres hin.

Heizölpreise Trend

Die Heizölpreise haben sich auf günstigem Niveau stabilisiert. Der Liter Heizöl kostet im bundesweiten Durschnitt etwa 45 Cent, bei einer 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung.

Der Heizölpreis liegt damit etwa 10 Cent unter dem Durchschnittsniveau dieses Jahres und über 15 Cent unter dem Niveau vom vergangenen Dezember. Ausschlaggebend dafür bleibt der Preisverfall am Ölmarkt.

Die Notierung für den europäischen Ölpreis-Index Brent ist auf einem neuen 11-Jahrestief in die Weihnachtswoche gestartet. Mit 36,17 US-Dollar pro Barrel lag der Ölpreis Brent unter dem Niveau zu Zeiten der schweren Finanzkrise im Jahr 2008.

Der Ölpreis Brent lag sogar zeitweise unter dem Preis für das amerikanische WTI-Öl. In den vergangenen Jahren war WTI stets günstiger als Brent. Der Preisunterschied betrug teilweise mehr als 20 Dollar, da in den USA mehr Rohöl gefördert wurde als die Raffinerien verbrauchen konnten.

Nun haben der Senat und das Repräsentantenhaus den Haushaltsplan für das kommende Jahr wie erwartet abgesegnet. Im dem Kompromiss von Republikanern und Demokraten enthalten war die Aufhebung des Exportverbotes für in den USA gefördertes Rohöl. Dieses Verbot galt über 40 Jahre lang, seit der schweren Ölkrise in den 70er Jahren.

Mit der Aufhebung des Exportverbots sind die amerikanischen Produzenten nun in der Lage, ihr Rohöl internationalen Käufern anzubieten. Damit sollte die Nachfrage nach der US Rohölsorte steigen, sodass diese zukünftig nicht mehr so viel günstiger sein kann als das europäische Nordseeöl Brent.

Allerdings werden sich die Exporte zunächst in Grenzen halten. Global ist ausreichend Rohöl vorhanden, sodass nur wenige Marktteilnehmer das WTI-Öl  nachfragen werden. Gleiche Preise für Brent und WTI sind momentan auch unwahrscheinlich, da es in den USA noch keine kostengünstigen Transport- und Verladekapazitäten für Exporte gibt.

Die derzeitigen Strukturen sind historisch bedingt auf Importe und die Verarbeitung im Landesinneren ausgelegt. Es wird daher einige Zeit dauern, bis sich der US Exportmarkt geordnet aufbauen kann.

Die Ölpreise konnten die Tiefststände vom Wochenstart nicht weiter durchbrechen und sind zur Wochenmitte wieder gestiegen. Die meisten Händler stellen vor den Weihnachtsfeiertagen in der Regel Risikopositionen glatt.Da die Markteinschätzung in den letzten Wochen eher auf fallende Preise hindeutete, haben Händler tendenziell mehr verkauft als gekauft. Diese „offenen“ Positionen galt es durch Käufe zu schließen.

Daneben wurden die Ölpreise aber auch durch die amerikanischen Ölbestandsdaten gestützt. Diese überraschten mit hohen Bestandsabbauten beim Rohöl. Allerdings relativieren sich diese durch gesunkene Importe und dem Bestreben der Raffinerien, ihre Bestände zum Jahreswechsel gering zu halten um die Steuerlast zu verringern.

Heizölpreise Prognose

Heizöl ist und bleibt sehr wahrscheinlich auch zu Beginn des nächsten Jahres günstig. Das Handelsinteresse wird vor dem Jahreswechsel vermutlich gering bleiben, da viele Händler noch Urlaub haben. Der Rest vermeidet in der Regel größere Risikopositionen in die eine oder andere Richtung.

Grundsätzlich bleibt die Perspektive für die Ölpreisentwicklung jedoch positiv für Verbraucher. Durch die vorhandene Überversorgung, den aktuell noch konstant hohen Fördermengen in den USA sowie der OPEC, zunehmend knapper werdenden Lagerkapazitäten und der wahrscheinlich Mitte Januar kommenden zusätzlichen Ölexporte aus dem Iran, spricht im Moment vieles für weiter sinkende Ölpreise.

Am Ölmarkt wartet man gespannt darauf, wann und in welchem Umfang die iranischen Ölexporte kommen werden. Große Mengen an Rohöl sollen bereits in Öltankern vor der iranischen Küste auf die Exportfreigabe warten. Diese Mengen sowie das zusätzliche Produktionspotenzial, könnten die Überversorgung im ersten Quartal des neuen Jahres zunächst noch einmal erhöhen.

Neben dem Börsengeschehen gibt es zudem Gerüchte, dass einige große Ölproduzenten ihr Rohöl bereits zu Preisen zwischen 20 und 25 Dollar bei Raffinerien anbieten. Dies zeigt, dass der Preisdruck im physischen Markt weiterhin enorm hoch ist und die Preise an den Ölbörsen eventuell nach unten folgen könnten.

Abschließend zusammengefasst: Das Angebot am Ölmarkt bleibt außerordentlich hoch, die Nachfrage durch den bisher milden Winter vergleichsweise gering, der Eurokurs weitgehend stabil – Heizöl wird in den nächsten Wochen günstig bleiben.

Und davon profitieren Sie, liebe Leser, unmittelbar. Sie kaufen Heizöl zum Tagespreis und der ist direkt an die Ölpreisentwicklung gekoppelt. Gaskunden haben diesen Vorteil nicht, wie dieser aktuelle Spiegel-Bericht wieder bestätigt: Gasversorger schröpfen ihre Kunden

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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