Heizölpreise Trend und Prognose KW 53

5. Januar 2016

Heizoelpreis Woche gleich kw5315

Der Heizölpreis-Trend zeigt derzeit weiter seitwärts. Seit Mitte Dezember liegt der Heizölpreis im Durchschnitt bei knapp 45 Cent pro Liter Heizöl. Die Prognose bleibt günstig, insbesondere in der ersten Jahreshälfte ist mit einem starken Preisdruck am Ölmarkt zu rechnen.

Heizölpreise Trend

Die Heizölpreise stabilisieren sich weiter auf günstigem Niveau. Der Liter Heizöl kostet im bundesweiten Durschnitt knapp 45 Cent, bei einer 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung. Der Heizölpreis liegt damit über 20 Prozent unter dem Niveau vom Vorjahr.

In der vergangenen Woche war das Handelsvolumen sowohl am Devisen- als auch am Ölmarkt erwartungsgemäß gering. In der Folge bewegten sich auch die Ölpreise und der Eurokurs in einer engen Spanne.

Das Handelsinteresse ist nach den Feiertagen gering geblieben, da viele Händler noch Urlaub hatten. Der Rest vermeidet in der Regel größere Risikopositionen in die eine oder andere Richtung. Grundsätzlich bleibt die Perspektive für die Ölpreisentwicklung jedoch positiv für Verbraucher.

Der europäische Ölpreis-Index Brent notierte zum Jahreswechsel bei 37,60 US-Dollar pro Barrel. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil lag bei 326,50 US-Dollar.

Zum Vergleich, zum Ende des letzten Jahres war der Ölpreis Brent 20 US-Dollar höher, ein Preisverfall im Lauf des Jahres von etwa 35 Prozent. Gegenüber Ende 2013 liegt der Preisverfall sogar bei über 65 Prozent!

Der Heizölpreis ist im Jahresverlauf um 22,5 Prozent und auf zwei Jahre gesehen um 45 Prozent gesunken. Die Unterschiede in der Entwicklung der Ölpreise und des Heizölpreises entstehen durch den Eurokurs.

Dieser lag Ende 2013 bei 1,32 US-Dollar, Ende 2014 bei 1,20 US-Dollar und Ende letzten Jahres bei ca. 1,10 US-Dollar. Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, finden sich die gesunkenen Ölpreise nicht eins zu eins im inländischen Heizölpreis wieder.  

Heizölpreise Prognose

Heizöl wird auf absehbare Zeit günstig bleiben. Seit über zwei Wochen bewegt sich der Heizölpreis um die 45 Cent Marke, aktuell spricht wenig für einen Ausbruch in die eine oder andere Richtung.

Wenn die Sanktionen gegen den Iran im Laufe des Januars aufgehoben werden, ist mit einer weiteren Zunahme der Überversorgung zu rechnen. Große Mengen an Rohöl warten bereits in Öltankern vor der iranischen Küste auf die Exportfreigabe.

Für viele Analysten wird die Überversorgung in der ersten Jahreshälfte eher noch einmal zunehmen, bevor diese abgebaut werden kann. Der Angebotsüberhang in Kombination mit fehlenden Lagerkapazitäten könnte in der Folge dazu führen, dass die Ölpreise neue Tiefstände erreichen werden.

Sollte die Angebotsseite nicht durch andere unvorhersehbaren Ereignisse verändert werden, könnte die Überversorgung nur durch die wachsende Ölnachfrage ausgeglichen werden. Die Nachfrage ist in der ersten Jahreshälfte jedoch saisonal schwächer.

Dies ist aber global zu betrachten. In Deutschland ist angesichts der kalten Temperaturen und der im Januar saisonal höheren Heizöl-Nachfrage mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher sind regional schon jetzt nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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