Heizölpreise Trend und Prognose KW 9

8. März 2016

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Der Heizölpreis befindet sich weiter im Aufwärtstrend. Die Aussicht auf eine Förderbeschränkung und eine anhaltend rückläufige Anzahl aktiver US-Ölbohranlagen ließen den Ölpreis stark steigen.

Heizölpreise Trend

In der vergangenen Woche kannten die Notierungen für Öl nur eine Richtung und zwar nach oben. Seit über zehn Tagen ist täglich ein Preisanstieg verzeichnet worden. So startete der Heizölpreis am vergangenen Montag bei 42,68 Euro je 100 Liter Heizöl, steigerte sich im Wochenverlauf aber bis auf 44,27 Euro je 100 Liter Heizöl.

Somit richtet sich der Heizölpreis Trend weiter aufwärts. Mittlerweile hat sich der Preis für Heizöl um etwa 7 Cent pro Liter vom tiefsten Stand des Februars entfernt. Maßgeblichen Einfluss nahmen dabei weiter Spekulationen um eine koordinierte Produktionsbeschränkung. Aber auch die amerikanische Ölförderung rückte zunehmend in den Fokus der Marktteilnehmer.

Zum Wochenbeginn nahm der Baker Hughes Bericht vom vorigen Freitag Einfluss auf die Ölpreisentwicklung. In diesem wurde deutlich, dass die Anzahl der aktiven Förderanlagen in den USA binnen eines Jahres um knapp 60 Prozent abgenommen hat. Dadurch erwartet man am Ölmarkt für dieses Jahr eine stark sinkende US-Ölförderung. Dies gab dem Ölpreis zu Beginn der Woche weiteren Auftrieb.

Zur Wochenmitte wirkte sich dann die Meldung eines Sondermeetings einiger großer Ölproduzenten in Moskau merklich auf den Ölpreis aus. Es war vorrangig darum gegangen, ob das Einfrieren der Fördermenge auf Januar-Niveau auch ohne den Iran möglich wäre. Das Meeting wurde letztendlich als erfolgreich bezeichnet, was darauf schließen lässt, dass das Abkommen auch ohne den Iran vorstellbar sei.

Jedoch sehen viele Analysten in der Deckelung der Fördermengen auf diesem Niveau keine geeignete Maßnahme zur Reduzierung des bestehenden Überangebots. So würde eine Drosselung auf das Januar-Niveau weiterhin zu einer Überversorgung führen.

Allerdings deute es erste Schritte in Richtung einer Produktionskürzung zu einem späteren Zeitpunkt an. Auch dies stützte die Ölpreise im Wochenverlauf.

Und das, obwohl die weltweiten Lagerbestände weiter steigen. Zurzeit schwimmt die Welt sprichwörtlich im Öl. Die Lagerkapazitäten sowohl in den USA als auch in Europa sind nahezu ausgeschöpft. Woche für Woche werden erneute Bestandsaufbauten gemeldet.

Doch zum aktuellen Zeitpunkt liegt der Fokus verstärkt auf Faktoren, die diesen Zustand zukünftig beenden könnten.

Heizölpreise Prognose

In der letzten Woche hat der Heizölpreis insgesamt um fast zwei Euro pro 100 Liter zugelegt. Aktuell lässt sich somit wieder eine deutliche Richtung erkennen, nämlich aufwärts.

Analysten thematisieren zurzeit eine Bodenbildung beim Ölpreis. So wird davon ausgegangen, dass die Preise für Öl ihre Tiefststände bereits erreicht hätten. Starke Ausschläge nach unten würden daher im Laufe der nächsten Tage eher unwahrscheinlich sein.

Jedoch warnen Experten vor den fortlaufend steigenden Ölbeständen. Sollte das Kapazitätsmaximum erreicht werden, können Produzenten ihr Öl nur über starke Rabatte vermarkten. Die Ölpreise würden zwangsläufig wieder sinken.

Und für gewöhnlich erwartet man bei deutlichen Anstiegen, wie die der letzten Tage, eine Gegenreaktion. Denn Marktteilnehmer wollen Kursgewinne realisieren, weswegen auf solche Anstiege meist eine Korrektur folgt.

Zurzeit wird der Aussicht auf Förderbeschränkungen und der rückläufigen US-Produktion jedoch mehr Wert beigemessen. Es bleibt nun abzuwarten, inwiefern sich dieser psychologische Effekt gegenüber den tatsächlich überschüssigen Ölmengen durchsetzen kann.

Trotz des im Moment etwas stärkeren Euros ist aufgrund der scheinbar anhaltenden Spekulationen um eine koordinierte Produktionsbeschränkung für die kommende Woche nicht mit deutlich sinkenden Heizölpreisen zu rechnen.

Da die Heizöl-Nachfrage stark nachgelassen hat, muss nur noch in wenigen Regionen mit längeren Lieferzeiten gerechnet werden.

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