Heizölpreise: Trend richtet sich weiter abwärts

Heizoelpreis sinkt 30-11-2015

Zum Wochenstart erwarten wir sinkende Heizölpreise. Die Tendenz der Ölpreise bleibt weich, aber auch der Euro musste geringe Verluste hinnehmen. Der Trend der Heizölpreise richtet sich weiter abwärts.

Ölpreisentwicklung

Die Notierung für den europäischen Ölpreis-Index Brent liegt aktuell bei 44,75 US-Dollar pro Barrel, etwa ein Dollar über dem Kurs vor einer Woche. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil liegt bei 415,75 US-Dollar pro Tonne und damit etwas unter dem Kurs vor einer Woche.

Die Tendenz der Ölpreise bleibt weich. In den letzten beiden Wochen rückten die Tiefststände aus dem August dieses Jahres wieder in greifbare Nähe. Die Abwärtsbewegung wurde durch den US Feiertag in der letzten Woche allerdings ausgebremst.

In der kommenden Woche sollte die Versorgungslage in Verbindung mit den Lagerkapazitäten wieder in den Mittelpunkt des Marktgeschehens rücken. Und die Versorgungslage bleibt weiter komfortabel,  weltweit wird mehr Öl gefördert als verbraucht.

Die landesweiten Rohölbestände liegen in den USA nur noch geringfügig  unter dem absoluten Rekordwert von Ende April. In der Folge werden die Lagerkapazitäten auf dem Festland knapp. Als Alternative dienen Öltanker, die immer längere Routen auf sich nehmen, um den Verkäufern Zeit zu verschaffen, Abnehmer für ihr Öl zu finden.

Man wird daher auch in dieser Woche auf die US Ölbestände blicken, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Am Freitag folgt dann das OPEC Meeting, obwohl hier nur wenige Analysten Entscheidungen erwarten, welche die Ölpreisentwicklung nachhaltig beeinflussen könnten.

Wichtige Signale könnten allerdings vom Finanzmarkt kommen. Am Donnerstag steht die Zinssatzentscheidung der Europäischen Zentralbank an und am Freitag eine Rede von Yannet Yellen, der Chefin der amerikanischen Notenbank Fed.

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Dienstag, 01.12.2015

  • Vorabschätzung US-Ölbestandsdaten American Petroleum Institute (API)
  • Arbeitslosenzahlen Deutschland

Mittwoch, 02.12.2015

  • Offizielle US-Ölbestandsdaten Department of Energy (DOE)
  • Verbraucherpreisindex Eurozone

Donnerstag, 03.12.2015

  • EZB Zinssatzentscheidung
  • Rede Fed Chefin Yellen zur Lage der amerikanischen Wirtschaft

Freitag, 04.12.2015

  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)
  • OPEC Meeting
  • Arbeitslosenzahlen USA

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Ein Euro ist momentan 1,0579 US Dollar wert. Zum Ende der Woche stehen auf dem Finanzmarkt  gleich mehrere Großereignisse an. Die Europäische Zentralbank wird am Donnerstag ihre Zinssentscheidung treffen und veröffentlichen.

Folgt EZB Chef Draghi seinen Ankündigungen zur Ausweitung der expansiven Geldpolitik, dürfte dies den Eurokurs im Wochenverlauf weiter schwächen. Zudem stehen auch in den USA wichtige Konjunkturdaten an, wie der Arbeitsmarktbericht am Freitag.

Zudem wird sich die Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen, mehrfach öffentlich äußern. Es werden Hinweise erwartet, ob sich die amerikanische Notenbank Fed Mitte Dezember tatsächlich von ihrer jahrelangen Nullzinspolitik verabschiedet.

Verliert der Euro gegenüber dem US Dollar, wird das in Dollar gehandelte Öl für Abnehmer aus der Eurozone teurer, sodass das Kaufinteresse abnehmen sollte. Das könnte die Ölpreise zusätzlich belasten, aber gleichzeitig auch ein weiteres Absinken der Heizölpreise verhindern.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis liegt zum Wochenstart im bundesweiten Durchschnitt zwischen 53 und 54 Cent pro Liter. Die Heizölpreise im Süden haben sich denen im Norden weiter angenähert.

Das Niedrigwasser des Rheins hatte die Schiffsfrachten im November auf neue Rekordhochs steigen lassen. Dies hatte die Heizölpreise entlang der Rheinschiene nach oben getrieben. Nach den Regenfällen sind die Pegelstände nun wieder gestiegen. Dadurch können die Schiffe wieder mit mehr Ladung fahren, sodass die Frachtpreise pro Tonne deutlich gefallen sind.

In der kommenden Woche spricht viel für weiter sinkende Ölpreise, insbesondere wenn die amerikanischen Ölbestände deutlich steigen sollten. Allerdings spricht auch viel für einen nachgebenden Eurokurs, sodass die Heizölpreisentwicklung den Ölpreisen nicht eins zu eins folgen würde.

Wer auf sinkende Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich auch innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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