Heizölpreise: Trend zeigt abwärts

Heizoelpreis gefallen 20-11-2015

Der Trend der Heizölpreise richtet sich weiter abwärts. Durch die Regenfälle wird sich die Versorgungslage im Südwesten Deutschlands weiter entspannen. Für heute erwarten wir vorerst nur geringe Abschläge beim Heizölpreis.

Ölpreisentwicklung

Seite zweieinhalb Wochen geht es für die Ölpreise nur in eine Richtung: abwärts. Jetzt ist die Ölpreisentwicklung an einem Punkt angelangt, der für die nächsten Wochen richtungsweisend sein könnte.

Das amerikanische WTI Öl sank im Laufe der Woche bereits unter die psychologisch wichtige 40 Dollar-Marke, konnte sie aber nicht nachhaltig durchbrechen. Für viele Analysten ist klar, fallen die 40 Dollar geht es weiter abwärts. Goldman Sachs, eine der größten Investmentbanken der Welt, halten sogar ein Abrutschen unter 30 Dollar nicht mehr für ausgeschlossen.

Entscheidend für diese Einschätzungen ist die Konstellation aus weltweit steigenden Beständen, die die Lagerkapazitäten zunehmend auslasten, der anhaltenden Überproduktion sowie der Aussicht auf eine baldige Rückkehr iranischer Ölexporte. Wenn die Lagerkapazitäten ausgelastet sind, können die Produzenten das Öl in einem überversorgten Markt nur über Preisabschläge verkaufen.

Vor dem Wochenende zeigen sich die Ölpreise jedoch noch weitgehend unverändert. Der europäische Ölpreis-Index Brent notiert aktuell bei 44,27 US-Dollar pro Barrel. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil liegt bei 426 US-Dollar pro Tonne.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs konnte gestern über 1,07 US Dollar steigen, gab im späten Handel jedoch wieder nach. Aktuell ist ein Euro 1,0686 US Dollar wert. Grundsätzlich rechnet man am Finanzmarkt nicht mit einer nachhaltigen Erholung des Eurokurses.

Während der US Dollar dadurch gestärkt wird, dass die amerikanische Notenbank Fed den Leitzins erhöhen wird, steuert die Europäische Zentralbank auf eine noch lockerere Geldpolitik zu.

Aus dem gestern veröffentlichten Protokoll der letzten Zinssitzung des EZB-Rates geht hervor, dass die EZB ihr Inflationsziel von knapp zwei Prozent dauerhaft  verfehlen könnte. Wegen der schleppenden konjunkturellen Erholung wird zudem das Risiko einer Deflation angesprochen. Dies könnte eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik erforderlich machen.

Heizölpreisentwicklung

Heizöl kostet bei einer 3000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt 55 Cent pro 100 Liter. Dabei deuten sich vor allem im Südwesten Deutschlands deutlichere Preisnachlässe an.

Durch das Niedrigwasser sind die Frachten für die Schiffsversorgung über den Rhein seit Mitte Juli durchgehend gestiegen und hatten im November neue Rekordhochs erreicht. Dies hatte die Heizölpreise entlang der Rheinschiene nach oben getrieben.

Durch die aktuellen Regenfälle werden die Pegelstände nun wieder steigen. Dadurch können die Schiffe wieder mit mehr Ladung fahren, sodass die Preise pro Tonne deutlich fallen. Da die Schiffe zum Teil noch mit den teureren Frachten unterwegs sind, wird sich das verzögert in der Heizölpreisentwicklung widerspiegeln.

Wer noch etwas warten kann, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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