Heizölpreis startet günstiger in die neue Handelswoche

15. Juni 2015

Die Preise für Brent und Gasoil sind im Vergleich zum Freitag gefallen. Der Eurokurs wird weiterhin durch den Schuldenstreit um Griechenland belastet und notiert am Morgen auf einem niedrigeren Niveau als zum Ende der vergangenen Handelswoche. Die Heizölpreise zeigen sich im Vergleich zum Freitag nachgiebig.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise starten unter Freitagsniveau in die neue Handelswoche. Die Notierung für die europäische Referenzsorte Brent liegt heute Morgen bei circa 64 US Dollar pro Barrel. ICE Gasoil kostet etwas über 581 US Dollar pro Tonne.

Am späten Freitag wurde der Baker Hughes Bericht veröffentlicht. Dieser zeigte, dass die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in den USA erneut gesunken ist. Die Ölpreise scheint dies jedoch nicht in Aufwind zu versetzen. Zum einen ist die Geschwindigkeit, in der die Anlagen abgeschaltet werden, zurück gegangen, zum anderen werden wohl zunächst ineffizientere und alte Anlagen außer Betrieb genommen.

Für die weiche Tendenz der Ölkurse sorgten unter anderem Kanada und Libyen. Die kanadische Ölförderung soll nach den Waldbränden nun wieder aufgenommen worden sein und auch in Libyen wurde ein Anstieg der Ölförderung gemeldet.

Heute werden die Ergebnisse der europäischen Handelsbilanz für April erwartet. Außerdem sollen Zahlen der US-Industrieproduktion und der Kapazitätsauslastung im Mai bekannt gegeben werden.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs befand sich am Freitag in einem Auf und Ab. Nachdem er am Morgen bei 1,1245 US Dollar startete, fiel er gegen Mittag um etwa einen Cent. Am Abend stieg er hingegen noch einmal bis knapp unter 1,13 US Dollar an und ging schließlich auf dem Niveau vom Morgen aus dem Handel. Aktuell bekommt man für einen Euro etwa 1,12 US Dollar.

Ursächlich für die Eurokursentwicklung ist die anhaltende Unsicherheit im Schuldenstreit von Griechenland. Erst Ende der letzten Woche wurden Verhandlungen zwischen dem Land und dem IWF auf Grund zu großer Differenzen abgebrochen. Laut Handelsblatt soll der Leiter des Rentenfondsmanagements von Union Investment die Wahrscheinlichkeit des freiwilligen Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone nun auf sogar 50 Prozent geschätzt haben. Sollte diese tatsächlich der Fall sein, werden die kurzfristigen Auswirkungen auf den Finanzmärkten als nicht kalkulierbar eingeschätzt.

Weiterhin wirkten sich die Zahlen zur Industrieproduktion der Eurozone belastend aus. Diese nahm zwar zu, lag aber dennoch deutlich hinter den Erwartungen zurück und enttäuschte.

Morgen steht eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes über das Kaufprogramm für Staatsanleihen kriselnder Euroländer aus. Dabei ist bislang unklar, ob dies mit dem gültigen Europarecht vereinbar ist.

Am Mittwoch will die US-Notenbank Federal Reserve Auskunft über die zukünftige Geldpolitik geben. Damit wird das Thema des Zinsentscheids wieder vermehrt in Vordergrund geraten. Im selben Zuge sollen auch US-Wirtschaftsprognosen veröffentlicht werden. Zum Ende der Woche werden wieder Wirtschaftsdaten aus den USA erwartet. Außerdem steht in Luxemburg ein Treffen der EU-Finanzminister an.

Heizölpreisentwicklung

Die Heizölpreise sind im Vergleich zum Ende der vergangenen Handelswoche nochmals gesunken. Ausschlaggebend sind die gefallenen Preise an den Ölbörsen. Der Heizölpreis für eine 3000 Liter Standard-Lieferung liegt heute im bundesweiten Durchschnitt bei 64,41 Euro. Damit ist er mehr als 40 Cent günstiger als am Freitag.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf- und Ab der Ölpreise in den vergangenen Wochen zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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