Heizölpreis steigt in etwa um einen Euro

1. Oktober 2015

Heizoelpreis gestiegen 01-10-2015

Der Syrien-Konflikt wirkt sich auf den Heizölpreis aus. Dazu kommen verbesserte Konjunkturerwartungen aus China und der Hurrikan Joaquin. Zusammen mit dem weichen Euro erwarten wir für heute einen Anstieg des Heizölpreises.

Ölpreisentwicklung

Gestern veröffentlichte das DOE (Department of Energy) die US Ölbestandsdaten und bestätigte damit im Groben den Bericht des API (Amercian Petroleum Institut) vom Vortag. Einer deutlich gesunkenen Raffinerieauslastung stünden Aufbauten bei Rohöl und Benzin entgegen.

Dies sei zu erwarten gewesen, da in den USA die alljährlichen Wartungsarbeiten in den Raffinerien starten. Die Aufbauten würden den Preis normalerweise drücken.

Jedoch starten die Ölpreise heute mit einem leichten Plus. So wird die europäische Rohölsorte Brent aktuell bei 48,78 US Dollar je Barrel notiert und ist damit in etwa 0,70 US Dollar teurer, als am Vortag. ICE Gasoil startet bei 469,25 US Dollar je Tonne in den Donnerstag und verzeichnet damit auch ein Plus von knapp 7,50 US Dollar.

Grund dafür ist unteranderem die geopolitische Lage in Bezug auf Syrien. Russland hat mit Luftschlägen in Syrien begonnen. Es wird jetzt behauptet, dass von russischer Seite her nicht nur der sogenannte IS, sondern auch die Rebellen, die gegen das Assad-Regime vorgehen, als Terroristen eingestuft werden. Jedoch unterstützen die USA mit ihren Verbündeten diese Rebellen.

Auf den ersten Blick beeinflusst dieser Konflikt den Ölpreis nicht direkt. Allerdings könnte dies die geopolitische Spannung zwischen Russland und dem Westen weiter verschärfen. Diese Verschärfung könnte sich dann wiederum auf die Ölpreise auswirken.

Ein weiterer Aspekt für den Anstieg des Ölpreises ist der Hurrikan Joaquin. Aktuell hält sich dieser noch nördlichen von Kuba auf, wird aber in den nächsten Tagen an der Ostküste der USA erwartet. Durch den Sturm rechnet man in den USA mit Behinderungen bei der Verladung von Ölprodukten.

Ein dritter preistreibender Faktor sind neue Konjunkturerwartungen aus China. Im letzten Monat waren die Erwartungen für die chinesische Konjunkturentwicklung sehr negativ ausgefallen. Analysten hatten anschließend damit gerechnet, dass die Ölnachfrage stark zurück gehen würde, da Chinas Wirtschaft das Ölnachfragewachstum der letzten Jahre entscheidend beeinflusst hatte.

Nun zeigen aktuelle Schätzungen, dass die chinesische Wirtschaftslage sich in etwa auf Vormonatsniveau halte. Daraus könnte ein nicht ganz so stark sinkendes Nachfragewachstum resultieren. Dies könnte dann zu einem schnelleren Abbau des Überangebots führen.

Die kurzfristig preistreibenden Faktoren lassen den Ölpreis also aktuell steigen, da Marktteilnehmer sich vor möglichen Preisanstiegen absichern wollen.

Langfristig bleibt aber weiterhin abzuwarten,  wie sich der Verdrängungskampf der OPEC, das kommende iranische Öl und der Rückgang der Rohölförderung außerhalb der OPEC auf den Ölpreis auswirken werden.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs fällt unter die 1,12 Dollar Marke und startet mit 1.1147 US Dollar in den heutigen Tag.

Grund dafür seien die gestern veröffentlichen Daten zur Inflation in der Eurozone, die eine Rate von -0,1 Prozent zeigt. Damit befindet sich die Eurozone aktuell in einer Deflationsphase. Der Druck auf die EZB, die Geldpolitik weiter zu lockern, steige damit. Eine weitere Lockerung würde den Euro belasten.

Den Dollar stützten zudem die aktuellen Beschäftigungszahlen vom US Arbeitsmarkt. Der Beschäftigungsaufbau sei höher als erwartet ausgefallen.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 56,87 Euro pro 100 Liter. Damit steigt der Preis in etwa 1 Cent je Liter.

Aktuell steigt die Nachfrage nach Heizöl stark. Dadurch kann es regional zu längeren Lieferzeiten kommen.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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