Ukraine-Konflikt wieder im Fokus, Öl- und Heizölpreise steigen

Die deutliche Abwärtsbewegung der Öl-Notierungen im gestrigen Handelsverlauf konnte sich nicht durchsetzten. Am Abend folgte die Gegenbewegung an den Ölbörsen, als von einer Waffenruhe in der Ukraine die Rede war. Die Versorgungslage bleibt weiterhin entspannt. Die Heizölpreise sind aufgrund der stark anziehenden Öl-Notierungen gestiegen. Der Eurokurs ist auf seinem Vortagsniveau geblieben und liegt aktuell bei 1,3148 US-Dollar.

Die Öl-Notierungen kamen gestern Abend schnell wieder von Ihrem Langzeittief zurück, als gemeldet wurde, dass es in der Ukraine möglicherweise eine Waffenruhe geben soll. Sollte sich das bestätigen, könnten die bestehenden und geplanten Sanktionen zwischen Russland und der EU hinfällig sein. Das wiederum würde sich positiv auf die Wirtschaft dieser Nationen auswirken und auch die Ölnachfrage erhöhen.

Eine Ankurbelung der Konjunktur und eine höhere Ölnachfrage würden die Ölpreise an den Börsen weiter stützen. Außerdem würde die Sorge um mögliche Exportunterbrechungen seitens Russlands nach einer Waffenruhe sehr viel unwahrscheinlicher sein.

Gestern Abend wurden außerdem die Einschätzungen des American Petroleum Institute (API) zu den US Ölbestandsveränderungen veröffentlicht. Insgesamt wurden diese leicht preisdrückend interpretiert. Marktteilnehmer warten nun auf die Zahlen des Department of Energy (DOE), die heute Nachmittag veröffentlicht werden.

Die Versorgungslage bleibt insgesamt weiter entspannt. In Libyen haben die Milizen bereits Teile der Hauptstadt Tripolis eingenommen. Sie sollen aber bekräftigt haben die Ölproduktion und –exporte des Landes nicht zu beeinträchtigen. Die Ölproduktion des Landes hat sich auch diese Woche weiter erhöht.

Die Heizölpreise sind heute wieder gestiegen. Grund war vor allem die deutliche Aufwärtsbewegung der Öl-Notierungen an den Börsen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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