Ölpreise auf 4-Jahrestief gesunken, weitere Preisabschläge beim Heizöl

5. November 2014

Der Abwärtstrend bei den Ölpreisen hat sich fortgesetzt. Bei der europäischen Rohölsorte Brent entwickelte sich darauf ein neues Langzeittief. Markteilnehmer konzentrieren sich weiter auf die aggressive Preispolitik Saudi-Arabiens. Die Heizölpreise sind auch heute wieder gesunken, obwohl der Eurokurs erneut unter Druck geraten ist.

Die Abwärtsspirale hat sich an den Ölbörsen in Bewegung gesetzt, nachdem sich Saudi-Arabien Anfang der Woche für niedrigere Verkaufspreise für Lieferungen in die USA entschieden hatte. Das Land soll seine Marktanteile in den USA mit dieser Preispolitik verteidigen wollen.

Dass Saudi-Arabien beim OPEC-Treffen Ende November für eine Produktionskürzung zur Preisstabilisierung stimmen wird, scheint bei den aktuellen Meldungen eher unwahrscheinlich.

Analysten sind sich nicht einig, ob eine solche Maßnahme der OPEC überhaupt den angestrebten Effekt erzielen würde und das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wieder hergestellt werden kann.

Die Nachfrage soll in den Wintermonaten zwar wieder steigen, im Frühjahr soll der Bedarf an OPEC-Öl aber schon wieder abnehmen. Selbst die OPEC geht in ihrem Monatsbericht von einer sinkenden Nachfrage im kommenden Jahr aus.

Bei den Heizölpreisen deuten sich auch heute wieder Preisabschläge an. Der Euro ist zwar wieder knapp unter 1,25 US-Dollar gefallen, der Preisrutsch an den Ölbörsen hatte aber einen größeren Einfluss auf die Heizölpreise.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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