OPEC korrigiert Nachfrageprognose nach unten, Eurokurs unter 1,24 gefallen

7. November 2014

Die Heizölpreise gehen etwas fester aus der Handelswoche. Von fundamentaler Seite überwiegt zwar weiter der preisdrückende Einfluss auf die Ölpreise, die Öl-Notierungen sind gestern Abend jedoch leicht gestiegen. Zudem ist der Euro deutlich unter Druck geraten, was zum Wochenende zu leichten Preisaufschläge beim Heizöl führte.

Nach dem Übergriff an Libyens größtem Ölfeld Sharara, soll die Anlage vorerst abgeschaltet worden sein, was die Ölpreise leicht belastete. Ein Sprecher der Zawiya Raffinerie, die vom Sharara Ölfeld versorgt wird, geht aber davon aus, dass die Anlage bald wieder in Betrieb genommen wird.

In den USA erwartet man eine steigende Produktnachfrage in den kommenden Monaten. Analysten gehen jedoch nicht davon aus, dass dies die Versorgungslage beeinträchtigen wird. Die Raffinerien sind auf die steigende Nachfrage vorbereitet und erhöhen dementsprechend ihre Rohölverarbeitung.

Belastend war auch die Korrektur der OPEC zur Nachfrageprognose, die gestern veröffentlicht wurde. Für 2015 geht die OPEC zwar mit keiner Veränderung des Bedarfs aus, jedoch soll die Nachfrage nach OPEC-Öl in den nächsten 20 Jahren kontinuierlich sinken.

Der OPEC-Generalsekretär hatte sich gestern auch zu den Produktionskürzungen geäußert. Er sieht keinen Handlungsbedarf, solange der Ölpreis nicht unter 70 Dollar sinkt. Da man nicht davon ausgehe, dass der Preis unter 75 Dollar sinkt, sollen keine Kürzungen der Förderquote geplant sein.

Die  Europäische Zentralbank (EZB) hat eine Lockerung ihrer Geldpolitik in Aussicht gestellt. Daraufhin ist der Euro weiter eingebrochen und liegt aktuell bei 1,2399 US-Dollar. In Kombination mit den etwas festeren Ölpreisen, ist bei den Heizölpreisen zum Wochenende mit leichten Aufschlägen zu rechnen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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