Ölpreise sinken zum Wochenende auf 4-Jahrestief

Die Versorgungslage auf dem Ölmarkt ist weiterhin sehr komfortabel. Die Ölpreise sind über die Woche hin immer weiter gesunken. Der Preis für Brent erreichte in der letzten Nacht ein neues 4-Jahrestief, nachdem sich der Verkaufsdruck an den Ölbörsen verstärkte. Trotz des etwas schwächeren Eurokurses ist bei den Heizölpreisen aufgrund des niedrigen Ölpreisniveaus heute mit deutlichen Abschlägen zu rechnen.

Gestern Nachmittag wurde bei der europäischen Rohölsorte Brent die kritische 90 Dollar-Marke unterschritten. Brent sank nach dem erhöhten Verkaufsdruck in der Nacht auf 88,11 Dollar und erreichte damit ein neues 4-Jahrestief.

Marktteilnehmer warten heute auf den Monatsreport der OPEC. Man geht davon aus, dass die überversorgte Marktlage in dem Bericht bestätigt wird. Die Produktion der OPEC soll weiter gestiegen sein, obwohl die Nachfrageentwicklung nach unten prognostiziert wurde. Außerdem benötigen die Raffinerien momentan deutlich weniger Rohöl, da in den Herbstmonaten Wartungsarbeiten an den Anlagen durchgeführt werden.

Experten rechnen nicht damit, dass sich das Ungleichgewicht zwischen übermäßigem Angebot und mangelnder Nachfrage von selbst einpendeln wird. Demnach könnte kurzfristig weiteres Abwärtspotenzial bei den Ölpreisen bestehen.

Ende November werden sich die OPEC-Mitglieder über die Produktionsentwicklung und mögliche Kürzungen abstimmen. Im Moment liegt die Produktion nicht nur deutlich über dem Bedarf, sondern auch über der selbst auferlegten Förder-Quote.

Solange die OPEC keine Produktionskürzungen vornimmt, sollte sich das aktuelle Preisniveau weiter halten. Die Heizölpreise sind heute wieder deutlich gesunken nachdem die Ölpreise ihren Abwärtstrend verstärkt haben.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise