Kältewelle in den USA und Produktionsunterbrechungen in Libyen sorgen für festere Ölpreise

10. November 2014

Zum Wochenstart sind die Heizölpreise hierzulande etwas gestiegen. Zwar konnte sich der Eurokurs von seinen starken Verlusten in der letzen Woche etwas erholen, jedoch sind die Ölpreise dafür etwas fester. Preistreibend sind momentan vor allem eine anstehende Kältewelle in den USA und weitere Probleme bei der libyschen Ölindustrie.

In den kommenden zwei Wochen soll es in den USA deutlich kälter werden. Das führte dazu, dass Landwirte ihre Ernte schnellstmöglich abschließen wollten und somit deutlich mehr Diesel verbraucht haben. Daraus ergab sich eine Produktknappheit und Marktteilnehmer füllten Ihre Vorratslager vorsorglich auf, was den Öl-Notierungen deutlich Auftrieb gab.

Nach den Übergriffen am größten Ölfeld in Libyen in der vergangenen Woche, soll es weitere Probleme bei der libyschen Ölindustrie geben. Bei einem Ölfeld musste der Betrieb wegen eines Stromausfalls abgeschaltet werden, an einem Ölhafen wurde die Arbeit aufgrund eines Streiks niedergelegt und am größten Ölfeld Sharara wurde die Förderung noch nicht wieder gestartet.

Das Ölfeld Sharara wurde letzte Woche von einer bewaffneten Gruppe belagert. Der Betrieb wurde daraufhin eingestellt. Laut Aussage des libyschen Sprechers der National Oil Corporation (NOC) sollen die Angreifer das Feld nun wieder freigegeben haben und der Betrieb soll zeitnah wieder aufgenommen werden.

Preisstützend war auch die Nachricht, dass China seine Ölimporte stark erhöht haben soll. Im Vergleich zu den Jahren zuvor sind die importierten Mengen deutlich höher. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass China seine Reservelager aufgrund der niedrigen Rohölpreise auffüllt.

Trotz der leichten Gewinne beim Eurokurs überwiegt heute der preisstützende Einfluss der festeren Ölpreise, sodass die Heizölpreise zum Wochenstart etwas teurer sind.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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