Ölpreise sinken weiter – Boden noch nicht in Sicht

10. Dezember 2014

Weiterhin ist nicht abzusehen, wie lange die Ölpreise noch sinken. Wie bereits in den vergangenen Tagen beschrieben, erhöhen Libyen und der Irak ihre Produktion. Hinzu kommt, dass Saudi-Arabien und nun auch der Irak die Rohölpreise für Lieferungen ab Januar senken werden. Trotz erhöhter Raffinerieauslastung steigen die Rohölbestände in den USA weiter. Bei den Heizölpreisen ist heute mit leichten Abschlägen zu rechnen.

Durch die erhöhte Winternachfrage hat die Raffinerieauslastung in den USA bereits letzte Woche zugenommen. Dennoch haben sich die Ölbestände erhöht, was nicht zu erwarten war. Die Ursache für diesen Widerspruch könnte ein Anstieg bei den Importen sein. So trägt auch diese Tatsache dazu bei, dass die Ölpreise weiter fallen.

Analysten gehen davon aus, dass sich das US Ölproduktionswachstum im kommenden Jahr verlangsamen wird. Im Vergleich zu 2014 wird das Wachstum wohl dennoch höher sein.  Außerdem wird vermutet, dass bei weiter fallenden Ölpreisen Länder wie der Iran, Irak und Venezuela Anfang 2015 ein Treffen einberufen könnten, um niedrigere OPEC-Quoten durchzusetzen. Ein Ende des Abwärtstrends den Ölbörsen ist dennoch vorerst nicht in Sicht.

Der Eurokurs ist seit gestern weiter gestiegen. In Kombination mit der Entwicklung des Ölpreises bedingt das, dass der Heizölpreis heute leicht sinkt.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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