Heizölpreise nach leichter Entspannung auf dem Ölmarkt günstiger

Die Aufwärtsbewegung, die gestern an den Ölbörsen eingesetzt hatte, konnte sich heute nicht weiter durchsetzen. Neueste Meldungen zur libyschen Ölförderung und zur Produktionsentwicklung der OPEC sorgten für etwas Entspannung auf dem Ölmarkt. Da sich der Euro im Vergleich zu gestern kaum verändert hat, ist beim Heizöl heute mit Preisabschlägen zu rechnen.

Seitens der OPEC-Mitglieder gibt es weiterhin keine Anzeichen dafür, dass man sich beim bevorstehenden Treffen Ende November auf eine Kürzung der Förderquote einigen wird. Kuwait soll seine Förderkapazität sogar noch weiter ausbauen wollen.

Zudem hatte Saudi-Arabien letzte Woche seine Verkaufspreise für Lieferungen in die USA gesenkt. Jetzt soll auch der Irak diesem Beispiel gefolgt sein. Die Länder wollen damit ihre Marktanteile in den USA halten. Die USA haben ihre Förderung in den letzten Jahren ausgebaut, weshalb der Importbedarf eher rückläufig ist.

Laut Aussagen seitens der National Oil Corporation (NOC) soll der Betrieb an den libyschen Ölfeldern spätestens morgen wieder aufgenommen werden. Nach vermehrten Problemen bei der Ölindustrie rechnen Marktteilnehmer jetzt mit einer baldigen Verbesserung der Lage und somit mit einer Steigerung der Produktion.

In den USA ist der Produktbedarf aufgrund einer bevorstehenden Kältewelle zwar gestiegen, Marktteilnehmer rechnen jedoch nicht mit Versorgungsengpässen. Zum Jahresende steigern die Raffinerien nämlich für gewöhnlich ihre Verarbeitung.

Insgesamt hatten die Nachrichten heute einen preisdrückenden Effekt auf die Ölpreise. Da sich der Eurokurs seit gestern kaum verändert hat, sind die Heizölpreise heute deutlich günstiger.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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