Preiskampf zwischen OPEC-Ländern geht weiter, Venezuela beantragt Sondertreffen

13. Oktober 2014

Die Heizölpreise sind zum Wochenstart wieder gestiegen. Nach der kontinuierlichen Abwärtsbewegung an den Ölbörsen in der letzten Woche folgte heute die entsprechende Gegenbewegung, sodass die Öl-Notierungen deutlich gestiegen sind. Die aktuelle Lage auf dem Ölmarkt spricht aber weiterhin für eine Überversorgung.

Leicht stützend wirkten sich die veröffentlichten Wirtschaftsdaten aus China auf das Ölpreisniveau aus. Die Zahlen fielen besser aus als erwartet, was für eine Ankurbelung der Wirtschaftsaktivität des Landes spricht.

Der starke Preisfall beim Öl bereitet einigen produzierenden Ländern allmählich Probleme. Wenn der Ölpreis weiterhin unter einem Durchschnitt von 100 Dollar liegt, haben Länder wie Venezuela oder der Iran Schwierigkeiten ihren Staatshaushalt auszugleichen. Diese Länder sind grundlegend auf einen vergleichsweise hohen Ölpreis angewiesen.

Aufgrund dieser Problematik hat Rafael Ramirez, Außenminister und Vertreter Venezuelas bei der OPEC um ein entsprechendes Sondertreffen des Kartells gebeten, um Maßnahmen zu finden, mit denen der Ölpreis wieder stabilisiert werden kann.

Der Preiskampf verdeutlicht außerdem, dass viele OPEC-Mitgliedsstaaten nicht zu einer Produktionskürzung bereit sind und die Länder lediglich im eigenen Interesse agieren, um ihre Marktanteile zu verteidigen. Bisher haben bereits Saudi-Arabien und der Iran ihre Verkaufspreise für Öl gesenkt, am Wochenende soll nun auch der Irak diesem Beispiel gefolgt sein.

Abzuwarten bleibt nun, ob der Bitte Venezuelas nachgegangen wird und die OPEC ein Sondertreffen einberuft. Ob ein solches Treffen die gewünschten Ergebnisse bringen würde, ist ebenfalls alles andere als sicher.

Der Eurokurs ist weiterhin stabil geblieben und liegt aktuell bei 1,2679 US-Dollar. Die steigenden Öl-Notierungen haben heute jedoch für Preisaufschläge beim Heizöl gesorgt.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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