Öl-und Heizölpreise wieder leicht steigend

Nach der deutlichen Abwärtsbewegung zum Wochenstart bewegten sich die Öl-Notierungen gestern Abend wieder etwas aufwärts. Zwar spricht die komfortable Versorgungslage weiter für sinkende Preise, die geopolitischen Spannungen in Libyen, im Irak und in der Ukraine bleiben aber Risikofaktoren. Die Heizölpreise sind heute aufgrund der festeren Ölpreise leicht gestiegen.

Im Falle einer Eskalation in den Krisengebieten oder einer Öl-Exporteinschränkung seitens Russlands würden die Ölpreise empfindlich in Form einer deutlichen Aufwärtsbewegung reagieren.

Im Irak sollen die USA ihre Unterstützung mit Luftschlägen verstärken. Die Angriffe gegen die Terrorgruppe IS (Islamischer Staat) sollen weiter Richtung Süden des Landes ausgedehnt werden. OPEC Generalsekretär Abdalla Salem el-Badri warnt bei Verschlechterung der politischen Lage vor Ausbleiben möglicher Investoren für den Ausbau der Ölindustrie in den Krisenländern.

Gestern wurden außerdem Konjunkturdaten aus den USA und China veröffentlicht, die insgesamt enttäuschend ausfielen. Das beeinflusst die Entwicklung der Ölpreise zwar nur peripher, eine verschlechterte Wirtschaftslage könnte aber für einen Rückgang der Öl-Nachfrage sprechen.

Da die Öl-Produktion in den letzten Monaten deutlichen gestiegen ist, befürchten Marktteilnehmer eine Produktionskürzung der OPEC durch die die Ölpreise stabilisiert werden sollen. Der OPEC Generalsekretär hatte sich von derartigen Maßnahmen in seinem Statement aber distanziert.

Jedoch ist eine Produktionskürzung der OPEC-Länder auch ohne offiziellen Beschluss möglich. Saudi Arabien soll seine Ölproduktion laut dem Report der Internationalen Energieagentur (IEA) im August bereits gesenkt haben.

Die Heizölpreise sind heute wieder leicht gestiegen. Trotzdem ist das Preisniveau weiterhin vergleichsweise niedrig. Der Eurokurs ist weiterhin stabil.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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