OPEC stellt Produktionskürzung in Aussicht, Öl-Notierungen ziehen deutlich an

17. September 2014

Nach Andeutungen des OPEC-Generalsekretärs Abdalla Salem el-Badri soll die OPEC nun doch Produktionskürzungen planen. Bisher hatte man derartige Pläne verneint. In Libyen gibt es nach einem Raketenabschuss Probleme an einer betroffenen Raffinerie. Die Ölpreise an den Börsen sind daraufhin deutliche gestiegen. Bei den Heizölpreisen sind heute daher deutlich Aufschläge zu erwarten. Der Euro ist wieder etwas schwächer.

Bei einem Treffen mit dem russischen Energieminister soll der OPEC-Generalsekretär el-Badri nun doch von einer geplanten Produktionskürzung gesprochen haben. Demnach soll die OPEC ab November 0,5 Mio. Barrel Rohöl pro Tag weniger produzieren. Nach dem aktuellen Monatsbericht der OPEC scheint eine solche Maßnahme aber durchaus plausibel. Denn man geht davon aus, dass die Nachfrage nach Öl der OPEC abnehmen wird.

Derartige Maßnahmen stützen die Ölpreise deutlich, da dadurch das Öl-Angebot verknappt wird, was die Versorgungslage verschlechtert. Dementsprechend sind die Ölpreise nach dieser Meldung deutlich angestiegen.

Auch aus Libyen kommen Meldungen, die die Ölpreise stützen. Nach einem Raketenabschuss in der Nähe der Hauptstadt Tripolis soll die Raffinerie Zawiya Probleme bei der Produktion haben. Anfang der Woche hieß es noch es gäbe keine Beschädigungen an der Anlage.

Gestern wurde unterdessen der Konjunkturerwartungsindex der Eurozone durch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veröffentlicht. Der Index sank deutlich stärker als bisher erwartet.

Bei den Heizölpreisen ist heute mit deutlichen Aufschlägen zu rechnen. Ausschlaggebend war dafür die Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen nach den Meldungen zur Produktionsentwicklung der OPEC und den Produktionsproblemen in Libyen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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