IEA erwartet sinkenden Bedarf nach OPEC-Öl, Heizöl weiter günstig

Nach dem Abwärtstrend bei den Ölpreisen und Heizölpreisen in der letzten Woche, sind die Ölpreise am Freitag wieder etwas gestiegen. Marktteilnehmer nutzten das niedrige Preisniveau für Gewinnmitnahmen, was eine Aufwärtskorrektur auslöste. Die Marktlage spricht unterdessen weiter für sinkende Preise. Die Heizölpreise werden heute unverändert bis leicht sinkend erwartet.

Die starke Abwärtsbewegung in der letzen Woche war zum größten Teil auf die veröffentlichten Monatsreports zurückzuführen. Die EIA hatte in ihrem Bericht nicht nur den geschätzten Bedarf nach Öl im kommenden Jahr nach unten korrigiert, sondern auch die Ölpreise stark sinkend prognostiziert.

Sowohl aus der Eurozone als auch aus den USA kamen einige positive Konjunkturdaten. Daraus ergibt sich ein leicht preisstützender Effekt an den Ölbörsen, da eine gute Wirtschaft für eine steigende Ölnachfrage sprechen könnte.

Am Freitag veröffentlichte dann die IEA (Internationale Energieagentur) ihren Monatsbericht. Dieser hatte zwar einen weniger preisdrückenden Charakter, dennoch wurde die überversorgte Marktlage erneut bestätigt. Die IEA hat die Nachfrageprognose für 2015 nicht weiter gesenkt, jedoch geht man von einem geringeren Bedarf nach Öl der OPEC aus.

Da das Treffen der OPEC immer näher rückt, werden alle Aktivitäten des Kartells genau beobachtet. Man erhofft sich daraus vorab Schlüsse ziehen zu können, ob und welche Maßnahmen gegen die Überversorgung beschlossen werden. Der Bericht der IEA erhöht zudem den Druck auf die OPEC.

Die Heizölpreise haben sich im Vergleich zu Freitag kaum verändert und bewegen sich somit weiterhin auf einem niedrigen Preisniveau. Aufgrund der leichten Abwärtsbewegung an den Ölbörsen, ist zum Wochenstart mit leichten Preisabschlägen beim Heizöl zu rechnen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise