OPEC-Mitgliedstaaten gegen eine Produktionskürzung

18. September 2014

Nachdem der Generalsekretär der OPEC eine Produktionskürzung ab November in Aussicht gestellt hat, sind die Öl-Notierungen deutlich gestiegen. Nun sollen sich viele Mitglieder der OPEC aus der Golfregion zu Wort gemeldet haben und sich gegen eine Produktionskürzung ausgesprochen haben. Die Heizölpreise bewegen sich heute auf dem gleichen Niveau wie gestern. Der Euro ist nach dem gestiegen FOMC Meeting der FED wieder schwächer.

Da die Nachfrage nach OPEC Öl sinkend prognostiziert wurde, gibt es Spekulationen über eine mögliche Produktionskürzung der OPEC. Der Generalsekretär der OPEC hatte diese Woche eine Kürzung der Förderquote ab November in Aussicht gestellt.

Bei vielen der OPEC-Mitgliedsstaaten stößt dieses Vorhaben auf wenig Zustimmung. Ein Vertreter der Golfstaaten soll sich klar gegen eine Produktionskürzung ausgesprochen haben. Viele betreffende Länder wollen ihre Ölförderung ausbauen um ihre Marktstellung zu verteidigen oder zu steigern. Eine Kürzung der Produktion würde dieser Strategie entgegenstehen.

Ende November soll ein Treffen zwischen den OPEC Mitgliedern stattfinden, bei dem über die Kürzung der Förderquote abgestimmt werden soll. Aufgrund der deutlichen Meinungsverschiedenheiten bleibt abzuwarten wie in diesem Fall entschieden wird.

Nach dem Raketeneinschlag soll in Libyen nun das größte Ölfeld (Sharara) abgeschaltet worden sein. Laut der National Oil Corporation (NOC) soll die Produktion bereits deutlich gesunken sein. Eine sinkende Produktion wirkt sich negativ auf die Versorgungslage aus und stützt somit die Ölpreise.

In den USA wurden die Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) veröffentlicht. Der Bericht wurde an den Börsen preisdrückend interpretiert. Die Aufbauten beim Rohöl und bei den Destillaten sollen höher sein als erwartet, was auf eine rückläufige Nachfrage hindeuten würde.

Beim gestrigen Meeting des Federal Reserve Open Market Committee (FOMC) hatte die amerikanischen Notenbank FED einen Plan für die Anhebung des Zinsniveaus präsentiert. Eine Anhebung der Zinsen würde die Ölpreise drücken, da dadurch die Kaufbereitschaft der Marktteilnehmer sinken würde. Nach dem Meeting zog der Dollar deutlich an was den Euro im Gegenzug belastet.

Bei den Heizölpreisen rechnen wir heute mit keinen großen Preisbewegungen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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