Leichte Aufschläge beim Heizöl nach Korrekturbewegung an den Ölbörsen und schwachem Euro

Nach der Talfahrt der letzen Tage folgte gestern eine leichte Korrekturbewegung an den Ölbörsen. Die Lage in Libyen ist potenziell weiter preisstützend. Beim kommenden Treffen der OPEC rechnet man weiterhin nicht mit einer Kürzung der Gesamtförderquote. Die Heizölpreise werden heute geringfügig steigend erwartet.

Bezüglich der Probleme in Libyen scheint der Ernst der Lage etwas in Vergessenheit geraten zu sein. Nachdem eine Pipeline zum Exporthafen angegriffen wurde, musste die Förderung zum Ende der letzten Woche erneut unterbrochen werden. Erwähnenswerten Einfluss auf die Ölpreise hatte das aber nicht. Trotzdem birgt die politisch instabile Lage in dem Förderland Potenzial für einen Anstieg der Ölpreise.

Aus der Eurozone wurden gestern Konjunkturdaten veröffentlicht. Insgesamt schließt man daraus auf eine Steigerung der Wirtschaftsaktivität innerhalb der Eurozone. Für die Ölpreise war das bei einer eher schwachen Nachrichtenlage ein preisstützender Faktor. Die Konjunkturdaten aus den USA fielen dagegen nicht ganz so positiv aus.

Die OPEC scheint sich in einer Zwickmühle zu befinden. Tut man nichts gegen die sinkenden Ölpreise, können viele Mitgliedsländer ihre Produktionskosten nicht mehr decken. Entscheidet man sich jedoch für eine Senkung der Förderquote, so könnten zwar die Preise stabilisiert werden, auf der anderen Seite macht man es damit anderen Produzenten leichter deren Förderung weiter auszubauen.

Erreichen die Ölpreise dann ein Niveau, welches für Produzenten wie den USA rentabel wäre, könnten diese Länder ihre Förderung ausbauen und den OPEC-Ländern die Marktanteile streitig machen.

Die aktuellen Heizölpreise bewegen sich weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Da die Ölpreise etwas fester sind und der Eurokurs erneut Verluste hinnehmen musste, gibt es heute leichte Aufschläge bei den Heizölpreisen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise