Schwacher Euro verhindert sinkende Heizölpreise

An den Ölbörsen ist aktuell wenig Bewegung. Preistreibende Nachrichten von den Krisenherden sind diese Woche bisher ausgeblieben. Das Öl-Preisniveau wird weiterhin von der komfortablen Versorgungslage bestimmt. Die Öl-Notierungen erreichten gestern ein neues 14-Monatstief. Die Heizölpreise bleiben wegen des schwächelnden Eurokurses, der aktuell bei 1,3349 US-Dollar liegt, vorerst unverändert.

Momentan stehen nicht viele Konjunkturdaten an, die für neue Impulse an den Ölbörsen sorgen könnten. In den USA rechnet man mit Abbauten sowohl bei den Rohölbeständen als auch bei den Produktbeständen. Die Zahlen des American Petroleum Institut (API) werden morgen früh veröffentlicht. Eine Bestätigung der Erwartungen spräche für eine Angebotsverknappung, was die Ölpreise stützen würde.

Ansonsten spricht weiterhin alles für sinkende Ölpreise.  Die Situation im Irak scheint allmählich unter Kontrolle gebracht zu werden. Kurdische Truppen sollen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) weiter aus dem Norden zurückdrängen. Dadurch sinken die Befürchtungen, dass die irakische Ölproduktion durch die Geschehnisse gefährdet wird.

Unterdessen steigt die libysche Ölproduktion weiter an. Sollte die libyschen National Oil Corporation (NOC) ihr Pläne umsetzen und auch den größten Exporthafen Es Sider wieder in Betrieb nehmen können, würde sich die Versorgungslage noch weiter entspannen und weiteres Abwärtspotenzial bei den Ölpreisen bieten.

Bei den Heizölpreisen sind keine signifikanten Preisunterschiede zum Vortag zu verzeichnen. Der schwache Eurokurs hat weitere Preisnachlässe vorerst verhindert.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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