Festerer Euro und niedrige Ölpreise begünstigen Preisabschläge beim Heizöl

21. Oktober 2014

Die Ölpreise bewegen sich weiter auf einem niedrigen Niveau. Der Eurokurs konnte etwas zulegen, weshalb die Heizölpreise heute wieder gesunken sind. Marktteilnehmer sehen bei der aktuellen Marktlage weiteres Potenzial für sinkende Ölpreise.

Aktuell soll es Produktionsausfälle am Khafji Ölfeld geben, das von Saudi-Arabien und Kuwait betrieben wird. Die Unterbrechungen sollen aber nicht durch politische Entscheidung geplant worden sein. Da Marktteilnehmer die Ausfälle nur als vorübergehende Einschränkung des Angebots sehen, hat sich der preisstützende Effekt an den Ölbörsen in Grenzen gehalten.

Die meisten Marktteilnehmer sehen den Ölmarkt weiterhin klar überversorgt und damit weiteres Potenzial für Preissenkungen. Die OPEC spielt dabei aber eine wichtige Rolle, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass andere Produzenten wie die USA ihre Förderquoten senken werden. Wenn sich also die OPEC trotz der schwachen Nachfrageprognose gegen die Produktionskürzung entscheidet, könnte das die Ölpreise weiter belasten.

Es gibt aber auch andere Meinungen zur Ölpreisentwicklung. Einige Analysten sehen kurzfristig durchaus Potenzial für eine Korrektur der Ölpreise nach oben. Begründet wird das mit einem möglichen Nachfragewachstum aufgrund der niedrigen Ölpreise in Kombination mit der generell höheren Winternachfrage.

Auch das Ergebnis der Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den USA bis Ende November könnten die Ölpreise beeinflussen. Sollten die bestehenden Sanktionen gegen den Iran bei erfolgreichem Ausgang der Verhandlungen aufgehoben werden, könnte der Iran sein Produktionskapazität nutzen und das bestehende Überangebot verstärken.

Aufgrund der weiterhin niedrigen Ölpreise in Verbindung mit dem festeren Eurokurs ist heute mit Abschlägen bei den Heizölpreisen zu rechnen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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